Archiv für Januar 2007

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in rage

Januar 27, 2007

Globalization is the most caring and compassionate strategy we can implement to help the developing world lift itself out of poverty. This is the simple truth. But how many people understand this truth? The Left has convinced the idealistic young that globalization is harming the developing world — that it is a plot by greedy corporations to rule the world. The freedom movement has a responsibility to explain the wisdom of globalization and to hold it up as a noble ideal.
via balou

diese salbungsvollen sätze behalten wir mal im hinterkopf und schauen uns folgendes bild an: wir sehen einen familienvater, schuhmacher von beruf, mit seiner frau und seinen drei kindern in einer ärmlichen, karg eingerichteten, aber sauberen, aufgeräumten holzhütte. ein bild wie es zu hunderttausenden, wenn nicht millionen in lateinamerika herrscht: die menschen wissen sich einzurichten und von dem wenigen zu leben, das sie haben. nichts ungewöhnliches also. aber so richtig glücklich sehen die leute nicht aus. schauen wir noch einmal hin. und wir sehen es. der mann, der da inmitten seiner familie sitzt, hat keine beine. ein schuhmacher ohne beine… manch einer mag sich auf die schenkel klopfen, ich nicht:

der mann hat seine beine verloren, als er versuchte, auf einen güterzug richtung norden zu springen. er wollte in die gelobten usa, wo er hoffte, arbeit zu finden, weil er in tegucigalpa mit seinem handwerk keine chance gegen die billigimporte aus asien hatte.

man könnte sagen, er ist zweimal unter die räder gekommen: unter die des güterzuges und die der globalisierung.

und jetzt denken wir nochmal an den scheiß, den der ceo aus dem reichen norden verzapft hat…

so lange globalisierung für die ärmeren staaten nur heißt, ihre märkte für die überschüsse der industriestaaten öffnen zu müssen auf kosten der verelnedung ihrer bevölkerungen, so lange bleiben sätze wie “Globalization is the most caring and compassionate strategy we can implement to help the developing world lift itself out of poverty. This is the simple truth” hohle phrasendrescherei, oder noch ehrlicher: blanke lügen.

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winter

Januar 26, 2007

ob der winter 84/85 im vergleich zu anderen wintern besonders hart war, weiß ich nicht. jedenfalls war es über 2, 3 wochen so kalt, dass in der wohnung, in der ich damals lebte, sämtliche wasserleitungen einfroren und wir die bude mit dem backofen in der küche heizen mussten. glücklicherweise war es nur die zivi-wohnung vom roten kreuz, die ich nur zum pennen betrat. hart war, dass ich ausgerechnet in dieser zeit mein klinik-praktikum gemacht habe, was bedeutete, dass ich jeden morgen einen halbstündigen fußmarsch ins krankenhaus zu bewältigen hatte. kein spaß bei –25° bis –30°C. bis man im krankenhaus ankam, war man so durch und durch gefroren, dass man kaum noch was spürte. da half auch nicht, dass etwa die hälfte des wegs streng bergauf führte und der kreislauf somit ordentlich schwung hatte. es war ertwas seltsam, sich in der umkleide zum op-/intensivbereich aus gefühlten 10 schichten klamotten rauszuschälen und dann den ganzen tag nur noch in den dünnen grünen op-klamotten rumzulaufen, während draußen die kälte klirrte. und noch seltsamer: automatisch denkst du an die blutwürstchen, die der operateur an einem dieser tage morgens um 9 aus dem aufgeschnittenen bein der thrombose-patientin quetschte… sowas geht dir bei läppischen –5°C morgens beim eiskratzen an deiner karre durch den kopf.

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abenteuer tschad - klarmachen

Januar 25, 2007

- 5 mille plus spesen sind n haufen kohle, könnte ich schon brauchen…
- die bezahlung ist nicht schlecht für den job. wir suchen eigentlich in der hauptsache jemanden, der französisch spricht und uns bei den behörden unterstützt. es wird zwar ein dolmetscher gestellt, aber wir wollen uns absichern, woaßt scho’. außerdem ist es ein vorteil, dass du erfahrung hast.
- wie ist es denn da unten im tschad? ist es gefährlich?
- eigentlich nicht. aber man weiß ja nie. die armut ist groß und da bist du als weißer immer in einem gewissen maß gefährdet… aber wir werden ja die meiste zeit im busch sein und die kriminalität spielt sich eher in den städten ab… es gibt auch rebellen, die gegen die regierung kämpfen, aber nicht in der gegend in der wir arbeiten. hoffe ich zumindest. man kriegt ja nicht immer alles gesagt. außerdem stellt uns unser auftraggeber eine truppe von wächtern, die auf uns aufpassen sollen. ein restrisiko bleibt natürlich. das hast du aber auch hier.
- hm, also: reizvoll wär’s ja, 3 monate afrika, da war ich noch nie, land, leute, kultur… gute kohle… es spricht viel dafür…
- und? machste’s?
natürlich hatte er sich in den vergangenen tagen gedanken über den job gemacht, mit ein paar leuten telefoniert, von denen er wusste, dass sie schonmal in afrika waren und sich über den tschad informiert. auch mit der firma, die ihm den job in ihrer marketing-abteilung anbot, hatte er gesprochen: sie würden ihm den platz frei halten, wenn er zuerst diesen trip machen wolle. sie hätten verständnis dafür, dass er eine abwechslung brauche und vielleicht ergäbe sich ja auch die eine oder andere geschäftliche möglichkeit, erklärte man ihm mit einem augenzwinkern. Er fand dieses verhalten nobel und war dem chef dankbar für seine großzügigkeit. andererseits hatte er aber auch keinen festen vertrag und so konnte sich natürlich innerhalb des nächsten vierteljahres alles ändern. das ging ihm nochmal durch den kopf bevor er sagte
– ja. bin dabei, wenn ihr wollt.
- schön, dann müssen wir das nur noch mit unseren auftraggebern klarmachen. offiziell wirst du als bohrhelfer und techniker engagiert. wegen der papiere und so. den vertrag machen wir dann nächste woche.
– ist klar. das kann ich ja auch. so schrauben und bohren.
sie lachten, es gab ein high five und er freute sich wie einfach man doch an einen gut bezahlten und spannenden job kommen konnte, wenn man nur die richtigen leute kannte. und das waren in diesem fall ein paar geologen, die sich mit einem ingenieurbüro ein paar jahre zuvor selbständig gemacht und sich langsam einen richtig guten ruf als erfolgreiches prospektionsteam erarbeitet hatten.
- wann geht’s los?
- in vier wochen, wenn allles klar geht. wir fliegen über paris nach n’djamena und von da geht’s über land weiter.
- na prima! ich freu’ mich drauf!
noch vier wochen frei zu haben, war ihm trotzdem mehr als recht. in der zeit wollte er nichts tun als feiern, faulenzen und sich auf den trip vorbereiten…

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“türken raus” oder so, gelle?

Januar 23, 2007

ich finde es ja ganz prima, dass die verblödete linke und andere exlinken, namentlich die bahamas, die antideutschen und die konkret, zu ihren deutschen, ausländerfeindlichen wurzeln zurückgefunden haben. seit dem 11.9.2001 müssen sie sich ihrer fremdenfeindlichkeit nicht mehr schämen, sondern können dieselbe offen rauslassen, ohne irgendwelche gewissensbisse zu haben. denn schließlich geht’s ja gegen die bösen islamisten, unter denen praktischerweise auch die kreuzberger türkenmami und jedes anders aussehende kid subsummiert werden kann, dessen fresse einem gerade mal nicht passt.

sehr praktisch das. für leute, die schon in den 80er und 90ern meinten, das boot wäre voll, es sich aber aus falsch verstandener korrektheit nicht zu sagen wagten.

welch ein glück für die müllwerters, gremlizas, broders, bozics und das restliche gesox.

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lustitsch

Januar 23, 2007

“Christopher Hitchens rezensiert Mark Steyn
Yet Steyn makes the same mistake as did the late Oriana Fallaci: considering European Muslim populations as one…”

wenn ein islamophober trottel den anderen rezensiert, was kommt da wohl bei raus? dreimal darfste raten.

schwachsinn hoch vier.

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winter

Januar 23, 2007

da muss ein jeder sein wichtigstes werkzeug warmhalten.

die schwaben ihre hände

der badener seinen kopf.

denn wir wissen: schwaben schaffen, badener denken.

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das wurde auch langsam mal ZEIT!

Januar 23, 2007

Wer erlöst uns vom Kapital?

ein sehr lesenswerter artikel, den uns thomas assheuer geschenkt hat.

inhaltlich kann ich dem, was der zeit-feuilletonist da vor uns ausbreitet, nur zustimmen.  ich hoffe natürlich, dass ich es nocht miterleben darf, wie das pendel auch bei uns zurückschlägt…

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Lasst sie raus!

Januar 22, 2007

Mohnhaupt und Klar haben lange genug gesessen. Lasst sie endlich raus aus dem Knast. Der Staat kann kein Interesse mehr haben an einer noch längeren Haft und selbst Herr Schleyer Junior ist der Meinung, dass es genug ist. Diese Leute haben jetzt teilweise die Hälfte ihres bisherigen Lebens hinter Gittern verbracht. Genug gebüßt. Das Leid, dass sie anderen angetan haben, ist sowieso nicht wiedergutzumachen. Gebt diesen Leuten eine Chance auf ein zweites, anderes Leben!

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schröder-steinmeier-schily-fischer-kamarilla

Januar 21, 2007

a band of cynical assholes.

gib irgendwelchen emporkömmlingen macht und sie verhalten sich noch schlimmer als die alten eliten. das verhalten der rot-grünen regierung in sachen des deutsch-türken kurnaz war unter aller kanone.

dass die spd im zweifel jeden dreck mitmacht, weiß man ja schon seit 1914. dass aber auch die grünen sich nicht scheuen, menschenrecht gegen staatsräson einzutauschen: das ist neu.

FUCK YOU, GRÜNE!

Das wars für EUCH!

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bloß so

Januar 19, 2007