Archiv für Februar 2007

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ein gutes stück kann man auch zweimal sehen

Februar 28, 2007

was heine zur februarrevolution 1848 sagte, das gilt auch hin und wieder heute. ches russischer kumpel hat einen link aufgetan, dem zu folgen ganz vergnüglich ist. für folks, die gern gepflegt mal popcorrnfressen und biersaufen mit hochgelegten füßen

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das dicke kind ist beleidigt

Februar 28, 2007

und mag nicht mehr: die headline und die ersten beiden absätze dieses beitrags passen wunderbar zu der nummer, die ullrich anfang der woche abgeliefert hat. mögen der gott der pedaltreter und die fernsehgewaltigen uns das uneinsichtige balg in zukunft ersparen…

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drama

Februar 27, 2007

94. minute:
sge bedrängt.
spieler fällt.
schiri pfeift.
1-0 ofc.
schlusspfiff.

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klar. unverfälscht.

Februar 27, 2007

Liebe Freunde, das Thema der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz “Das geht anders” bedeutet - so verstehe ich es - vor allem die Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet.

Aber wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.

Trotzdem gilt hier ebenso: “Das geht anders”. Wo sollte sonst die Kraft zu kämpfen herkommen? Die spezielle Sache dürfte sein, dass die in Europa ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen “Rettern” entrissen werden. Sonst wird es nicht möglich sein, die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen.

Es muss immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, dass die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind.

Quelle: “Junge Welt” vom 15. Januar 2007

via spon

das lassen wir mal so stehen.

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bayrische tankstellenarchitektur

Februar 26, 2007

man hat ja schon manch hässliches haus gesehen, aber was sich hier als wohnhaus ausgibt, das ist schon was ganz besonderes. wo studieren diese architekten? an der baumhausfachschule in rosenheim? :-)

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neokolonialismus par excellence

Februar 26, 2007

der irak ist faktisch enteignet und wird skrupellos ausgeplündert: 87,5 prozent der einnahmen aus der ölförderung fließen weitgehend steuerfrei in die taschen der ölmultis, lediglich 1/8 der gelder verbleibt im irak. kann hier nachgelesen werden. allerdings steht das knackig-relevante in einzelnen kommentaren, namentlich von 2020. der hauptbeitrag ist weniger interessant. die übrigen kommentare sind einfach nur scheiße. um es deutlich zu sagen. aber das ist sache der blogbetreiber…

mehr zur thematik? voilà!

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ich hab mir heute einen mormonen geschossen

Februar 25, 2007
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nerver nummer eins: der programmieraff’

Februar 25, 2007

du hast dir unter aufbietung aller gehirnwindungen zig ideen rausgequetscht, am ende sind drei oder fünf zum kunden gegangen, er hat sich nach hartem kampf für eine - im idealfall deinen liebling - entschieden und jetzt geht’s an die umsetzung. ist es eine offlinegeschichte, musst du dich mit dem fotografen und seiner entourage auseinander setzen und, wenn die sache international zum einsatz kommt, mit einem übersetzer. das problem mit denen: die sehen sich ebenfalls als kreative und wollen ihren “footprint” in der sache hinterlassen. ist auch legitim: wenn es das ergebnis besser macht.

anders sieht es bei umsetzung von onlineprojekten aus. da kommt nämlich - nachdem der vertriebler (vulgo: kontakter/berater) des dienstleisters das blaue vom himmel runterversprochen hat (”geht alles, kein problem, können wir machen”) irgendwann der programmierer von dem laden an und erzählt dir erstmal stundenlang, was alles nicht geht. statt sich konstruktiv einzubringen und vorschläge zu machen, wie die aufgabe zu lösen ist, redet er sich auf irgendwelche blabla-restriktionen raus. so macht es die faule sau in der regel. weil er keinen bock hat. weil er will, dass deine idee so angepasst wird, dass er es möglichst einfach und bequem hat. der verlässt sich einfach drauf, dass du keine ahnung hast. was ja auch stimmt. auch nach mehreren telefonaten oder noch schlimmer: meetings (!), also vollkommen sinnloser geldverbrennung, die null bis wenig besserung gebracht haben, gehst du zum kollegen O., der eigentlich fürs dtp zuständig ist, von dem du aber weißt, dass er auch in diesem bereich was drauf hat. du trägst ihm in einer gemeinsamen mittagspause vor, um was es geht und er sagt dir “das ist zwar ein bisschen nicklich, kann man aber so und so machen”. dir schwillt der kamm, denn du weißt genau, dass der programmieraff’ vom dienstleister das wissen muss. du berufst eine telefonkonferenz ein, in der man dem dienstleister die geschichte ganz diplomatisch so verkauft, dass er sein gesicht wahren kann. der programmieraff’ meint, “jooo, das kann man mal probieren…” am liebsten würdest du jetzt durchs telefon springen und dem idioten an die gurgel gehen. am ende geht dann doch alles so, wie du es haben wolltest. du denkst: nie wieder mit diesen typen.

dem kollegen O. bezahlst du abends 30 bier.

und das nächstemal arbeitest du wieder mit diesem lieferanten weil er das “beste angebot” gemacht hat….

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quo vadis, chávez?

Februar 24, 2007

deine auftritte werden immer bizarrer. jetzt schickst du dem brasilianischen präsidenten lula ein fläschchen schwefel, weil gwb eine stippvisite dort macht. das ist lächerlich. statt dummer pr-aktionen solltest du dich ernsthaft darum bemühen, dass es deinem land und deinem volk gelingt, aus eurem ölreichtum kapital zu schlagen, das zur entwicklung eurer gesellschaft beiträgt. ich finde es nach wie vor in ordnung, dass du die pdvsa verstaatlich hast: denn das öl sollte allen gehören und die gewinne sollten allen zu gute kommen. die betonung liegt auf “allen”. also nicht nur einem teil der bevölkerung wie es jetzt gerade aussieht, nämlich den armen, von denen du dir deine mehrheit holst und denen, die dir wohlgesonnen sind und nützen. das ist keine demokratie mehr. und so verspielst du die sympathien, die man dir gerne entgegen gebracht hat. besonders nach dem von negroponte, cisneros und anderen eingefädelten und grandios gescheiterten putsch von 2002.

chávez, du bist auf dem besten wege zu einer weiteren enttäuschung zu werden. dein bonapartismus ist nicht nur ridikül, er ist mittlerweile vor allem eins: abstoßend. machst du dich per verfassungsänderung zum diktator, wäre es besser, es fänden sich welche aus den eigenen reihen, die dich liquidieren aus dem amt entfernen und der demokratie in venezuela zu wirklichem recht verhelfen (das meint auch ohne diese drecksäcke wie cisneros und seine spießgesellen!). tyrannenmord nicht ausgeschlossen. hast du sicher in der militärakademie drüber gelesen.

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cui bono, wixa?

Februar 24, 2007

zum glück stellt die katholische kirche für mich als heiden keine autorität dar und eigentlich geht mich die debatte um die frau als gebärmaschine auch gar nichts an, aber eines möchte ich dem ganzen gern hinzufügen: mixa sagt, wir brauchen familiengerechte arbeitsplätze, nicht arbeitsgerechte familien. das ist nur die halbe wahrheit. vielmehr braucht der vater oder die mutter, die zur kindesbetreuung zu hause bleibt, einen partner, dessen lohn ausreicht, um eine familie zu ernähren*. dieser aspekt wird in der debatte gern ausgeblendet.

ich glaube, diese spiegelfechtereien dienen eh nur der profilierung einzelner akteure und als scheindebatte zur ablenkung vom eigentlichen problem: die löhne und gehälter reichen nicht mehr aus, um familien zu gründen.

*dazu hätte ich sofort drei fallbeispiele.