Weblog-Archiv für 9. März 2007

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die 68-er renegaten sind schon arme schweine…

März 9, 2007

anders als so mancher heute gründlich auf rechts gewendete, in den 40er und 50er jahren geborene renegat halte ich als 60er an meinen sozialdemokratisch bis sozialistisch geprägten idealen fest. ich hatte das glück - im gegensatz zu den vorgenannten 40ern und 50ern - nicht glauben zu müssen, dass die ddr, die soffjettunion oder mao eine alternative zum demokratischen system sein könnten. für mich war die ddr schon immer und so lange ich denken kann, ein übel. dank eines aufgeklärten, kirchenfernen und sozialdemokratisch geprägten - aber auch antikommunistischen - elternhauses, das immer in engem kontakt zu amerikanischen und französischen menschen (militärs, verwandte) stand, lernte ich früh und schnell, was der unterschied zwischen demokratie und totalitarismus ist. ich bin auch der meinung, dass der ullbricht, dachdecker und der maurer intellektuell niemals in der lage waren, einen staat zu managen.

andere haben das lange geglaubt. und sind deshalb heute so bösartig wie sie es sind. ihr problem. aber man weiß auch seit jahrhunderten, dass die renegaten immer am schlimmsten unter denen wüten, die sie früher als verbündete sahen und heute als gegner ausmachen.

nachtrag: ich habe mich während meines studiums eingehend mit ddr-literatur beschäftigt und habe sie ob ihrer drögheit gehasst. ich habe mich auch mit der innenpolitik der ddr befasst und habe sie ob ihres repressiven charakters abgelehnt.

als verbrecherisches regime erkannte ich das ddr-regime zu dem zeitpunkt als mich eine rentnerin aus risa fragte: “wir haben doch auch unser leben lang gearbeitet, warum gibt es diesen unterschied zwischen ost und west?”

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fuck monsanto!

März 9, 2007

save natural diversity!

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when it comes to double standards

März 9, 2007

how about this one, nuuuht?

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“dreckschleuder auf automatik”

März 9, 2007

wer das liest und glaubt, da sei einer auf dem weg der selbsterkenntnis, sprich: besserung, der ist auf dem hozweg. leider. im gegenteil lassen sich mittlerweile durchaus anflüge von größenwahn erkennen, wenn seine hoheit solche hohlheiten von sich gibt wie “[...] der schon lange danach giert, von uns abgewatschelt zu werden. Wir haben ihm bis jetzt den Gefallen nicht getan”. wenn hier jemandem der pluralis maiestatis zusteht, dann UNS!

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kein denkmalschutz für bush

März 9, 2007

er braucht eine pressetribüne in heiligendamm.

via che

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wem gehört voltaire?

März 9, 2007

in der auseinandersetzung des aufklärers mit einem gegenaufklärer antowrtet bastian engelke dem herre von “pi” auf seinen artikel “voltaire wäre heute ein rechtsradikaler”. hier ein auszug des vorzüglichen artikels:
[...] Wenn man bestreiten will, dass bei PI Rassismus verbreitet werde, gibt es hier zwei Möglichkeiten. Entweder man behauptet, der beschriebene Mechanismus konstituiere keinen Rassismus, oder man behauptet, der beschriebene Mechanismus konstituiere zwar Rassismus, sei aber bei PI nicht zu finden. Wie verhält es sich damit? Eine Stellungnahme hierzu wäre Voraussetzung einer sachbezogenen Auseinandersetzung über meinen Artikel, da dies die zugrundeliegende Definition von Rassismus ist. Aber nirgends wird darauf eingegangen.
Warum nicht? Was soll man damit anfangen, wenn im Artikelforum mehrfach der krude Unsinn angeführt wird, es könne keinen antiislamischen Rassismus geben, weil der Islam keine Rasse ist? Wenn man noch nicht einmal so weit über das Thema im Bilde ist zu wissen, dass Rassismus gerade darin besteht, dass er sich im Bewusstsein der Rassisten abspielt und nicht in den Genen der für minderwertig Erklärten, dann zeigt das, dass man nicht den geringsten Versuch unternommen hat zu verstehen, worum es hier geht. Aus vollen Rohren feuert man gegen den Artikel und demonstriert zugleich die Weigerung, sich mit seinem Inhalt auseinanderzusetzen - und mit dem Thema Rassismus überhaupt.
Um nicht immer nur mich selbst zu zitieren, hier eine weitere Definition, mit der man arbeiten kann:

“Versucht man, Rassismus zu definieren, so handelt es sich im Kern um ein die Haltung und das Handeln von Millionen Menschen, aber auch die Praxis staatlicher Institutionen bestimmendes Denken, welches nach körperlichen bzw. nach kulturellen Merkmalen gebildeten Großgruppen (z.B. ‘den Weißen’ und ‘den Schwarzen’ oder ‘den Christen’ und ‘den Muslimen’) je eigene, unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Charaktereigenschaften zuschreibt. Dadurch wird die Ungleichverteilung von Rechten und materiellen Ressourcen erklärt, also die Existenz eigener Privilegien bzw. der Anspruch darauf legitimiert, die Gültigkeit universeller Menschenrechte hingegen negiert.”
Christoph Butterwegge: Rechtsextremismus (2002), S. 16
Noch einmal: Ich habe Rechtsextremismus bzw. Rassismus nicht als “Keulen” oder “Totschlagargumente” gebraucht, sondern bin ernsthaft davon überzeugt, dass diese Züge im Antiislamismus deutlich vorhanden sind, und ich habe das begründet.
Nun zu den Zitaten, die neben der Rassismusdefinition Teil der Begründung des Vorwurfs waren. Gelegentlich wird angedeutet oder behauptet, ich hätte aus den Kommentaren bei PI sozusagen vereinzelte “Ausreißer” herausgesucht, um daraus ein verzerrtes Bild zusammenzustellen. Hätte ich das getan, wäre mein Vorgehen in der Tat unredlich gewesen, und deswegen habe ich es nicht getan. In der Wortwahl mögen die Kommentare Ausreißer sein, aber in der Sache halte ich sie für repräsentativ für die PI-Linie. Sonst hätte ich sie nicht angeführt. Es ist auch nicht plausibel, wenn auf einer Webseite immer wieder (zustimmende!) Kommentare einer bestimmten Stoßrichtung zu finden sind, zu behaupten, dies hätte nichts mit der redaktionellen Ausrichtung dieser Webseite zu tun. PIs Zielpublikum oder zumindest ein wesentlicher Teil davon sind eben die Leute, die so denken und so kommentieren. Man mag das beharrlich abstreiten, aber jeder Mensch mit Internetzugang kann es täglich beobachten.[...]
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ps: aufschlussreich auch der letzte abschnitt “vom pauschalen hass zur gewalt”.