
“dreckschleuder auf automatik”
März 9, 2007wer das liest und glaubt, da sei einer auf dem weg der selbsterkenntnis, sprich: besserung, der ist auf dem hozweg. leider. im gegenteil lassen sich mittlerweile durchaus anflüge von größenwahn erkennen, wenn seine hoheit solche hohlheiten von sich gibt wie “[...] der schon lange danach giert, von uns abgewatschelt zu werden. Wir haben ihm bis jetzt den Gefallen nicht getan”. wenn hier jemandem der pluralis maiestatis zusteht, dann UNS!

Bemerkenswerrt ist aber, dass diese Nasen sich grundsätzlich _gegenseitig_ in diesem Stil angehen.
Vgl. Cülbels bei Hohngelächter verlinktes Tete-a-tete mit einem gewissen Blogger aus einem Berliner Problemviertel (der übrigens natürlich auch im aktuellen Fall wieder mitkläfft).
der “Blogger aus einem Berliner Problemviertel” wie du ihn zu nennen beliebst, tut sich bereits seit geraumer zeit als kläffer gegen ihm widerstrebende ansichten und blogwart wider die freiheit der meinungsäußerung hervor. dabei scheut er sich nicht, in e-mails solche hübschen dinge wie “dich haue ich mit links aus dem anzug” und anderes mehr zu schreiben (umfassende mailsammlung liegt vor). ehrlich gesagt kann ich mit herrn külbel und seinen ansichten ebensowenig anfangen wie mit diesem problemkind, aber immerhin gibt’s eine meinungsfreiheit in diesem land. zum glück für broder und konsorten, übrigens.
Der bewusste Berliner ist mir erstmalig dadurch aufgefallen, dass er auf Polemik kein angemessene Gegenpolemik vertrug, sondern auf seine Comment-Policy zu verweisen geruhte. Ich liebe ja Leute, die explizit Ansprüche stellen, denen selbst gerecht zu werden sie für unnötig halten.
Von daher würde mich in der “Mailsammlung” vermutlich nur einiges entsetzen, aber nichts überraschen.
JCKülbel steht ihm in dieser Beziehung vermutlich nicht viel nach und ist ihm auf dem Fachgebiet Verschwörungstheorie wahrscheinlich sogar leicht überlegen.
“Ich liebe ja Leute, die explizit Ansprüche stellen, denen selbst gerecht zu werden sie für unnötig halten”.
genau das scheint ein grundproblem des bübchens zu sein.
zu külbel mal ne zugegebenermaßen rhetorische frage: hätte den überhaupt jemand wahrgenommen, wäre er nicht von leuten wie lizaswelt und dessen gefolge ans licht der öffentlichkeit gezerrt worden? der wäre doch das gebleiben, was er eigentlich ist, nämlich eine randerscheinung der deutschen publizistik.
würden sich o.g. blogs mit demselben furor der rechtsradikalen bis -extremen szene annehmen, der ich z.b. pi und fakten&fiktionen zurechne, täten sie kleinbloggersdorf einen wesentlich größeren gefallen. leider scheint man sich mit leuten, die sich ein israelfähnchen an den blog pappen, nicht anlegen zu wollen. schade eigentlich.
Och ich weiß nicht. Ich denke, man kann Külbels Denke ruhig ein bissl ans Licht zerren. Ich versteh nur nicht, wieso diese Nasen sich immer nur mit seiner _Person_ befassen, insbesondere seiner Ost-Vergangenheit. Das scheinen die zu mögen. (Vom Prinzip her eigentlich exakt dieselbe Tour, die die CSU (erfolglos) bei der Pauli versucht hat durchzuziehen und jetzt bei Seehofer wieder versucht.)
Dabei bieten Külbels Äußerungen doch nun wirklich genug Ansatzpunkte, um ihn _inhaltlich_ auseinanderzunehmen.
Zum deinem Absatz zu PI allerdings volle Zustimmung meinerseits.
ich habe külbels buch nicht gelesen und habe auch nicht vor, es zu lesen, ehrlich gesagt. mir sind andere themen wichtiger. das wühlen in seiner vergangenheit und die unterstellungen, er sei ein stasi-mann gewesen finde ich stereotyp und unappetitlich, aber typisch für das vorgehen seitens der - ich muss das jetzt leider so sagen - stumpf pro-israelischen/ stumpf pro-amerikanischen lobby hierzulande.
wer gegen külbel argumentieren will, soll das bitte tun. aber nicht auf der basis der persönlichen diffamierung, wie z.b. lizaswelt es betreibt. wie gesagt: ich habe weder ein interesse an dem journalisten külbel, noch an seinen erkenntnissen, wie auch immer sie aussehen mögen. sonst müsste ich hier leute wie wisniewski oder bröckers verlinken. und das liegt mir fern.
Mein reden.
Vielleicht habe ich vom HMB-Hysteriker und seiner “prowestlichen” Fankurve schon zuviel gelesen, aber, sorry, ich bekomme bei HMB inzwischen nur Gefühle des Mitleids.
Und dies auch dann, wenn er sich mal wieder von Pi oder PiPi den Bart streicheln lässt, oder wenn er Ann Coulter, Daniel Pipes oder andere amerikansche Faschisten (doch, leider trifft hier das Wort zu) hochleben lässt.
Arme Wurst.
Der Großmeister des Phabetismus wird folgendermaßen charakterisiert:
Es wird wohl einer projektiven Verschiebung entspringen, bleibt aber ein wahres Wort…
ja, dean, über das wort “satisfaktionsfähig” bin ich auch gestolpert. ich weiß ja nicht, ob das was mit dem ehrbegriff zu tun hat, den das männlein pflegt, aber lachen musste ich trotzdem über den bull*.