Archiv für Juni 2007

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don’t cross the line

Juni 29, 2007

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mi6/mi5 stellt irgendwelche autos irgendwo hin

Juni 29, 2007

und schon haben wir das gewünschte ergebnis:

plOMBENALARM IN LONDON

Zweites verdächtiges Fahrzeug entdeckt, Hyde Park teilweise evakuiert

geil.

so macht man politik.

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die wahrheit - kartoffelynskis sind ferngelenkt

Juni 29, 2007

seltsamerweise kommt vom broder kein wort…

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ein fulminanter zaimoglu!

Juni 29, 2007

ein schöner text für die broders, schwarzers, wuffkottes und pis dieser republik:

“Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Provokateur gegen den Bau einer Moschee oder das bedeckte Haar einer Muslimin wetterte. Die Aufklärer unserer Tage sind sich nicht zu schade, Experten heranzuziehen, die erklären, dass ein islamisches Gotteshaus keine Minarette brauche.

Die Vorstellung, es könnte eines Tages ein Gebetsausrufer vom Minarett aus zum einfachen Gottesdienst einladen, versetzt die „Volksdemokraten“ in große Unruhe. Also plärren sie drauflos, sie geben Interviews, sie verschicken Pressemitteilungen, sie schreiben Hasspamphlete, sie stilisieren sich zu Lichtbringern der Aufklärung, zu Fußsoldaten der Demokratie. Beifall ist ihnen sicher, er kommt nicht von ungefähr von rechtskonservativer Seite. Denn die Konservativen, hier in Deutschland wie anderswo, ordnen die Menschen ihrer jeweiligen Kultur zu, sie sperren sich dagegen, dass ein Zuwandererkind mehr sein soll als ein deutsch sprechender Fremder. Ihre Heimat ist also unbedingt zu verteidigen, und sie phantasieren von der Abwehrschlacht der Inländer gegen die Zugezogenen. Nicht umsonst bedienen sie sich einer Sprache, in der es zulässig ist, von der biologischen Invasion und Infiltration zu sprechen.

Die Konservativen nennen ihre Fremdenskepsis Volksnähe, ich nenne sie rechten Schmarrn. Es kann kein Zufall sein, dass den selbsternannten Aufklärern und Volksdemokraten ausgerechnet von rechter Seite große Sympathie entgegengebracht wird: Sie werden eingeladen und dürfen auf vielen Podien sitzen, und immer dann, wenn sie heftig und deftig vom Leder ziehen, immer dann, wenn sie ihre Order an die abwesenden Fremden bellen, gibt es Szenenapplaus. Das mögen die Herren und Damen Aufklärer natürlich nicht gerne hören, die Nähe zum rechten Volk ist ihnen, vielleicht nicht ihnen allen, peinlich.

Wir leben in einer Zeit, in der rechte Feministinnen, gewendete Altlinke, orthodoxe Klassenkämpfer, Kulturpapisten und Rechtskonservative die Meinungshegemonie beanspruchen. Sie alle berufen sich auf das Recht der freien Rede, das ihnen niemand streitig macht, und doch schlagen sie viel Lärm, um, wie sie ihr Publikum glauben machen wollen, gegen das Kartell der Politisch-Korrekten anzukommen. Damit sind etwa Politiker der Linken und ich gemeint. Sie und ich werden von den rechtskonservativen Krakeelern angegriffen, wir werden als Gutmenschen, Multikulti-Illusionisten, Volksfeinde und sogar als Agenten einer fremden Macht beschimpft. Das Elend der Konservativen besteht darin, dass sie sich als Schutzmacht des dumpfen Volkswillens verstehen, sie müssen, um ihre Schockstarre in der Moderne zu legitimieren, einen Gegner, nein, einen Feind aufbauen, dem sie alle Übel- und Schandtaten zutrauen. Vor einigen Jahren fingen sie an. Plötzlich war in allen Blättern zu lesen, dass die 68er eigentlich Kommunenkommunisten gewesen seien, sie hätten mit List und Tücke die Schlüsselpositionen besetzt, sie hätten Volk und Vaterland verraten, sie hätten fremden Ideen und Anschauungen angehangen. Zur Weltkennzeichnung braucht der Konservative Gefahr und Alarm, und wir verstehen, dass in seinem Skript dieselbe Geschichte mit immer neuen Feinden erzählt wird. Gestern war Verrat durch die aufsässige deutsche Jugend, dann taten die Zuwanderer ihnen, den Konservativen, den Gefallen, für Arbeit und Brot herzukommen.

Der sogenannte Ausländer ist seither eine nie versiegende Inspirationsquelle. Sobald den Rechten die Themen ausgehen, zetteln sie Kampagnen an: Gegen die Asylanten, gegen die Türken und aktuell gegen die Moslems. Immer boten sich einige gewendete Linke an, laut über Probleme und Defizite nachzudenken, sie sprachen vielleicht nicht gleich von Überfremdung, dafür aber von instabilen Verhältnissen, für die vor allem die südländischen Männer verantwortlich zeichneten. Die neuen Intellektuellen waren Westentaschen-Voltaires, sie sahen großen Sinn darin, endlich, nach Jahren der Zermürbung, sich auf die Seite des Volkes zu schlagen. Heute haben wir es mit der Koalition von alten Eiferern und neokonservativen Politjunkern zu tun, sie berufen sich auf die Vernunft und die abendländische Kultur, um die Fremden vor eine andere Kulturkulisse zu stellen.

Ein Fremder ist deshalb fremd, weil man ihn dem Eigenen entfremdet – das scheint mir die Methode zu sein, deren sich die Fremdenskeptiker bedienen. Die Aufregung, die in konservativen Kreisen herrscht, hat aber damit zu tun, dass sie nicht mehr ungestraft von Ausländern sprechen können. Lassen wir uns nicht von den Alarmisten und Ideologen beirren: Die Integration ist nicht gescheitert, sie ist auf dem besten Wege, eine Erfolgsgeschichte zu werden. Die Integrationspolitik der Schwarzen, wenn sie denn überhaupt diesen Namen verdient, ist gescheitert, und das ist ein Grund, guter Laune den Regeln und Gesetzen des Alltags zu vertrauen.

Wann immer sich eine Möglichkeit darbot, der politischen Verbiesterung das Wort zu reden, die Konservativen griffen zu: Sie verbreiteten die Lüge vom Rückzug der Türken aus der deutschen Gesellschaft; sie machten Stimmung gegen die Parallelwelten, die es in Deutschland nicht gibt; sie sprachen von Ausländern und meinten doch nur die Türken, deren fremde Kultur und fremder Glaube verhinderten, wirklich teilzunehmen. Dann verlegten sie sich darauf, moderate Politiker ins Feld zu schicken, die die sogenannten Türken willkommen hießen, als wären sie erst gestern eingewandert. Im Hintergrund aber arbeiteten die Konservativen Gesetze aus, harte und ungerechte Gesetze, sie verwiesen auf den vermeintlich ungeordneten unkontrollierten Zustrom von Fremden ins Land, sie verhielten sich, als ginge es darum, einer Plage Herr zu werden. Sie schürten Panik und Hysterie, sie appellierten an die niederen Instinkte, und wer Kritik anmeldete, wurde als Phantast beschimpft, der keinen Bezug zur Realpolitik habe. Der Verweis auf die Sachzwänge und der Verweis auf durchlässige Grenzen ließ die Menschen in Deutschland unsicher werden, und manch einer glaubte dem Märchen, dass das Boot voll sei; dass der Ausländer gefährlich fremd sei; dass die Muselmanen drauf und dran seien, zu einer großen Mobilmachung aufzurüsten.

Es tobt in Deutschland ein Kulturkampf, ein Krieg der Provokateure, die Metzgern mit stumpfen Ausbeinmessern gleichen, sie schneiden und stechen, sie reißen und zerren. Es ist an der Zeit, zu einer Ideologiekritik anzusetzen: Die Ideologie der Schwarzen und ihrer Helfershelfer bezieht sich auf den kleinen Mann auf der Straße, und ist doch nur das Recht der Machthaber. Unanständig nenne ich Volksnähe, wenn sie Instinkte und Affekte anspricht, wenn sie, wie im neuen alten Zuwanderungsgesetz beschlossen, von Erleichterung spricht, aber doch nur erschwert. Unanständig ist es, die alten Einwanderer in den Hinterhof- Gebetsräumen als Anhänger eines fremden Glaubens zu beleidigen, ohne einen Moscheeraum von innen gesehen zu haben. Unanständig ist es, nur Haufen und Horden zu sehen, wo es doch Menschen sind, die dieses Land als ihr eigenes Land betrachten.

Sie und ich fühlen uns in einem Humanismus verbunden, auf den sich zu beziehen heute dringlicher ist als gestern. Dieser Humanismus bedeutet, dass man auf der Seite der Schwachen steht. Deshalb werden wir angefeindet, deshalb werden wir diffamiert. Linkssein heute ehrt diese großartige Tradition. Wir machen weiter.

Der Kampf geht weiter.”

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“polen ist der iran europas”

Juni 29, 2007

Das polnische Volk hat jetzt vor allem Solidarität verdient. Polen wird ganz offensichtlich von Wahnsinnigen regiert. Diese wurden aufgrund geringer Wahlbeteiligung nur von rund 20 Prozent der Polen gewählt, die Mehrheit der Polen kann nichts dafür. Die oppositionellen Polen haben ihrem Ministerpräsidenten übrigens den Spitznamen „Stalin“ gegeben. „Stalin“, der sich über die deutschen Medien ärgert, speziell eine Karikatur im Tagesspiegel, äußerte sich dieser Tage folgendermaßen: „Ich warne die deutschen Regierenden. Deutschland darf keine Äußerungen tolerieren, die zum Schlimmsten führen können: zu einem Unglück in Europa und damit auch zu einem Unglück, das die Deutschen selbst betreffen wird.“

Ersteres könnte man als Kriegsdrohung verstehen – offen ist nur, ob gegen Deutschland oder gegen den Tagesspiegel. Denn was sonst sollte wohl gemeint sein mit dem „Schlimmsten“? Was ist wohl das „Schlimmste“? Zum ersten Mal seit 1945 droht ein Staat des demokratischen Europa seinem Nachbarn – und Bündnispartner! – verklausuliert mit Gewalt. Wegen einer Karikatur! Ist das schon Irrsinn, Herr Doktor, oder geht das noch als Dummheit durch? Der Deutschen-, Liberalen-, Schwulen- und Krankenschwesternhasser Jaroslaw Kaczynski (die polnischen Schwestern streiken zur Zeit) ist mental einfach nicht in der Lage zu begreifen, was eine freie Presse ist. Er verlangt, dass in Deutschland die Zensur wiedereingeführt wird, dass verboten wird, ihn zu verspotten. Genau dies gehört aber zum Wesen der Demokratie, die Herrschenden müssen Spott ertragen, auch grenzüberschreitend. Was hat George W. Bush in allen möglichen Ländern nicht alles wegstecken müssen! König Kartoffel aber denkt wie die fanatischen Muslime. Polen ist der Iran Europas, regiert von Fundamentalisten, die Drohungen ausstoßen.

Die Antwort kann nur heißen: mehr Spott. Demokratie muss man eben lernen. Was die deutsche Kriegsschuld betrifft, die in Deutschland Schulstoff ist und jeden Tag im Fernsehen vorkommt, so dient sie der gekränkt explodierenden und dabei Schwaden von Vorurteil, Wirrnis und Dumpfheit freilassenden Königskartoffel von Warschau nur dazu, Vorteile herauszuschlagen. Als Nächstes werden sie verlangen, dass Miroslav Klose und Lukas Podolski bei der nächsten EM für Polen Fußball spielen, dass alle Klaus-Kinski-Filme als „polnisch“ gewertet werden und dass wir ihnen, damit Jaroslaw endlich eine Braut hat, Katja Ebstein ausliefern, die in Wahrheit Karin Witkiewicz heißt. Vor allem das Letztere wird Deutschland nie zulassen.

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zypern impressionen - IX

Juni 28, 2007

ein paar bilder von der sehenswerten altstadt von lemesos/limassol, der rest sieht leider aus wie eine aufstrebende hafen- und industriestadt- neu, modern, hässlich. schade eigentlich:

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`Die Theorie passt nicht zu den Tatsachen? - Umso schlimmer für die Tatsachen!’

Juni 28, 2007

28.06.2007 09:28:20

der kommentator “cooldog” bei der sz entwickelt sich zu einem meiner lieblinge:

Zu den Lieblingsargumenten der Verteidiger des Neoliberalismus gehört die
Behauptung, Kritiker hätten keine Ahnung von `ökonomischen Zusammenhängen’.

Ich habe zwar nie in einer gelebt, aber ich vermute dass man in kommunistischen
Diktaturen Kritikern des Regimes ebenfalls vorgehalten hat, sie hätten keine Ahnung
von den Grundlagen des dialektischen Materialismus.

Die Pseudowissenschaft Ökonomie ist für den Kapitalismus nämlich dasselbe, was die Pseudowissenschaft dialektischer Materialismus für den Kommunismus war - ein scheinbar einfaches, allumfassendes Ordnungsprinzip, das für jedes Problem die immer gleiche Antwort hat.

Ein gutes Beispiel für die Signifikanz der Pseudowissenschaft Ökonomie hat die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung geliefert. Mehr als ein Jahr lang hat man sich dort abgearbeitet an der Mehrwertsteuererhöhung im Januar dieses Jahres und vom `Abwürgen der Konjunktur’ bis zu `tiefen Bremsspuren’ alles Mögliche vorhergesagt - `wie es im Lehrbuch steht’ so Wirtschaftsexperte Piper.

Stattdessen haben wir den größten Boom seit der Wiedervereinigung. Das ist Ökonomie in voller Aktion! Mittlerweile konnte man im Wirtschaftsteil der SZ ja auch den Aufsatz eines neoliberalen
Geistesriesen lesen, der dem staunenden Leser erklärt hat, dass der momentane
Aufschwung ein `gefährlicher Aufschwung’ sei, da er ja nicht ins Weltbild der Neoliberalen
passt.

`Die Theorie passt nicht zu den Tatsachen? - Umso schlimmer für die Tatsachen!’
So funktioniert die Pseudowissenschaft Ökonomie.

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isser nicht süß

Juni 28, 2007

der eros?

(bodenmosaik in paphos)

eros ist der sohn der aphrodite und des ares. er verschießt goldene pfeile und stiftet so liebe zwischen den sterblichen. er verschießt aber auch eiserne. dann wird’s hass. eros soll gleichzeitig auch der vater von uranos sein, der wiederum der ururgroßvater von ares ist. das heißt: eros ist der urururgroßvater von ares. und sein sohn. nett. besonders zu beachten: der schniepel. warum nur lässt der mich an einen bestimmten großjournalisten denken?

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chucks korrekt binden - anleitung

Juni 28, 2007

chuck1.jpgchuck2.jpg
es kamen in letzter zeit ziemlich viele leute hierher, die sich wohl erhofften, eine anleitung für das korrekte schnüren von chucks zu finden und immer nur das blöde foto fanden. dem sollte nun abgeholfen sein. :-)

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eine heiße zweitligasaison

Juni 28, 2007

liga1.jpg

es wird ab august wohl heiß hergehen im unterhaus der bundesliga. es gibt ja leute, die behaupten, die 2.liga wäre noch nie so stark besetzt gewesen wie in der kommenden saison. eine fanin der eintracht sagte kürzlich zu mir “ich bin doppelt froh, dass die eintracht nicht abgestiegen ist, wenn ich mir diese liga anschaue.” das ist wohl wahr. ich sehe zwar acht oder neun clubs, die um den aufstieg im nächsten jahr mitspielen können, befürchte aber, dass der sc nicht dazugehören wird. mal sehen. favoriten sind in jedem fall alle drei bundeligaabsteiger, köln und 60. zum weiteren kreis zählen für mich lautern und - achtung! - hoffenheim mit seinem neuen co-trainer achim sarstedt. und selbstverständlich - trotz allem - der sc. ;-)