Weblog-Archiv für 5. Juni 2007

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vom lutscher zum chefdarsteller von döpfners gnaden

Juni 5, 2007

Pressefreiheit ist die Freiheit einer Redaktion gegenüber einem staatlichen Zensor und gegenüber Drittinteressen. Eine binnenredaktionelle Pressefreiheit gegenüber dem Chefredakteur kann es nicht geben - das wäre ein absurder Gedanke. Redaktionen haben eine hierarchische Struktur, weil Jahrhunderte Erfahrung gezeigt haben, dass so die höchste Qualität entsteht.

a propos qualität und andere petitessen im springer-verlag: pressefreiheit bedeutet noch lange nicht, dass man für seine werbekunden keine gefälligkeitsartikel schreibt, oder die politischen interessen seiner verlagsoberen und mit ihnen assoziierten parteien nicht offensiv vertritt, nicht wahr, herr käse keese? und von höchster qualität kann bei diesem käse keeseblätchen wohl kaum die rede sein…

Christoph Keese wurde 1964 im nordrhein-westfälischen Remscheid geboren. Er verbrachte seine Schulzeit in den USA, Frankreich und Deutschland. Nach einem Wirtschaftsstudium absolvierte er die Hamburger Journalistenschule und arbeitete zunächst als Vorstandsassistent und Leiter der Unternehmenskommunikation bei Gruner und Jahr.

1993 wechselte Keese zur Berliner Zeitung, wo er geschäftsführender Redakteur und zeitweise Leiter der Ressorts Wirtschaft und Medien war. Von 1999 an arbeitete er am Aufbau der neuen Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. Nach der Neugründung (Februar 2000) war der Sohn eines IBM-Managers erst Prokurist, von 2001 an wirkte er als Chefredakteur. Unter Keeses Führung gab die FTD im Bundestagswahlkampf 2002 eine klare Empfehlung für den Kanzlerkandidaten der CDU/CDU, Edmund Stoiber. Seit Sommer 2004 ist Christoph Keese Chefredakteur der Welt am Sonntag und mittlerweile auch zuständig für Welt online.