
R(TL)ichter Wetzel, übernehmen Sie!
August 17, 2007Was will uns der beliebte Unterschichtenfernsehanwalt mit diesem “intellektuell brillanten und genialen Einwand” sagen: „Nach allem muß jedem klar sein, der die Hoffnung auf eine Abwendung des sich wieder einmal entwickelnden sozialsozialistischen Untergangs nicht fahren lassen will: auch mit allen intellektuell brillanten und genialen Einwendungen ist die reine Vernunft dem Sozialismus bislang mit nachhaltigem Erfolg nicht beigekommen. Man wird also zu erwägen haben, welche Konsequenzen aus der Erkenntnis seines Charakters als Religion zu ziehen sind.” (Carlos a. Gebauer in der Zeitschrift „eigentümlich frei”, ef-Magazin 73, Juli 2007) ?????? (via shifting reality)
Will er aus der Unterschicht in den Untergrund? Will er eine liberale Guerillabewegung gründen? Will er die liberale Revolution mit Hilfe der Arbeiterschaft Apotheker-, Anwalt- und Ärzteschaft anzetteln? Pistoleros in Weiß und schwarzen Roben? Mer waas es net. Wie so oft bei den Liberallalas bleibt man gern im Ungefähren… ![]()
Mal ganz abgesehen davon, dass es einige “intellektuell brillante und geniale” Kurzschlüsse braucht, um den Sozialismus (welchen eigentlich? Gibt’s den überhaupt?) als “Religion” zu bezeichnen, wohingegen das unter seinen neoliberalen Glaubensbrüdern verbreitete Bekenntnis zur “unsichtbaren Hand” ganz eindeutig religiöse Züge trägt. Jene antietatistische, unsichtbare Hand, die gerade nicht in der Lage ist, die Finanzmärkte zu regeln, braucht den Staat. Paradox? Nein, durchaus nicht: auch Gott packt hin und wieder mal ins Klo.


Vielleicht hat er ja einfach nur Angst. War es in der Geschichte nicht immer so, dass gleich nach den Herrschenden / Politikern die Richter und Anwälte baumelten oder etwas kopflos waren? Da spürt jemand schon den unsichtbaren Strang…
Gruß
Alex
Neee, ich glaube das ist einfach nur ein eitler Spinner, der sich als besonders radikaler Liberaler profilieren will. So’n Westerwelletyp halt.