
Die großen Erfolge der Neolibbies - Erhaltungsinvestitionen
November 6, 2007Vor zwei Jahren knickten im Münsterland nach Schneefällen Strommasten von RWE um, und noch während die Menschen im Dunkeln saßen, behauptete der Konzern, dass ausschließlich das Wetter an der Katastrophe schuld sei. Heute wissen wir, technische Mängel im deutschen Stromnetz sind über Jahre ignoriert worden, die Konzerne selbst haben viel zu wenig investiert. So war für die Katastrophe im Münsterland ein unzureichend sanierter Mast als Auslöser einer Kettenreaktion mitverantwortlich.Als es Stromausfälle in Italien gab, spotteten die deutschen Netzbetreiber, so etwas sei in Deutschland undenkbar. Man habe das sicherste Stromnetz in Europa. Dann - vor einem Jahr - fiel in halb Europa wegen eines Fehlers im deutschen Netz der Strom aus und wieder hören wir von E.on, RWE und Co. die üblichen Beschwichtigungen, alles sei in bester Ordnung. Wieso waren denn dann Millionen Menschen ohne Strom?
Die Konzerne stecken die hohen Netznutzentgelte in die Taschen ihrer Aktionäre statt in Sanierung und Ausbau des Stromnetzes. Man muss fragen, ob angesichts dessen die Verantwortung für das Netz bei den Konzernen bleiben kann, oder ob nicht wie z. B. in den Niederlanden die Hoch- und Höchstspannungsnetze unter staatliche Kontrolle gestellt werden müssen.
Heute mehr denn je, nachdem Herr Bernotat und Konsorten meinen, noch mehr Geld in die Taschen ihrer Shareholder stecken zu müssen, ohne Rücksicht auf Verluste und die weitere Verlotterung der Netze in Kauf nehmend.

