Heute rief mich ein Freund an und erzählte mir, er sei letzten Freitag gekündigt worden. Naja, dachte ich mir, sowas passiert wohl jeden Tag in der Republik in jeder Branche.
Dann aber meinte er, seine Chefs hätten beinahe unter Tränen derart rumgejammert, wie Leid es Ihnen tue, wie sehr sie selbst unter der Kündigung litten und dass sie ihm selbstverständlich die gesetzliche Mindestabfindung zahlen wollten. Da habe er sich beinahe genötigt gesehen, Ihnen Trost zu spenden ob der Grausamkeit, die sie sich selbst gegenüber zu begehen bereit seien. Beinahe Kyoto oder wie das heißt.
Am Ende hätten sie sich bei ihm bedankt.
Naja. Er werde nun vors Arbeitsgericht ziehen, weil die Kündigung auf einem Luftschloss beruhe und werde seinen Arbeitgebern Minimum das Doppelte der gebotenen Abfindung abnehmen. Diesen Pharisäern.
Ich glaube, mein Freund hat gute Aussichten auf Erfolg. Zumal dieser Arbeitgeber für seine rüden Methoden beim entsprechenden Arbeitsgericht bereits bekannt zu sein scheint.