
Herres Pi vom WDR betrachtet
Dezember 17, 2007Dominik Reinle hat sich die Mühe gemacht, das Pi vom Herre mal genauer zu untersuchen. Herausgekommen ist ein ganz interessanter, zweiteiliger Artikel, informativ für Leute, die dem Herre sein Pi noch nicht so gut kennen und die Typen bisher für Weirdos hielten und nicht für politische Extremisten:
Auch wenn sich Stefan Herre von NPD und Antisemitismus distanziert, scheint er sich im rechten politischen Spektrum wohl zu fühlen. Im Juli 2007 gab er der Wochenzeitung “Junge Freiheit”(JF)1 ein Interview und wird dort in der Autorenliste geführt. Die JF gilt Kritikern als Organ der “Neuen Rechten”, die im NRW-Verfassungsschutzbericht 2003 einer Strömung innerhalb des Rechtsextremismus zugerechnet wird. Herre hat damit kein Problem, aus seiner Sicht steht die Zeitung “im konservativen Lager”. Er selbst bezeichnet sich ebenfalls als konservativ. “Ich finde es ungerecht, in diesem Bereich Berührungsängste haben zu müssen. Die auf der linken Seite, bei der Ex-SED-Partei, die dürfen alles.”
Modell der Architekten Gottfried und Paul Böhm für die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld; Rechte: dpaBild vergrößernUmstritten: Moschee-Bau in Köln-Ehrenfeld
Bereits im Juni 2007 lobte PI die Arbeit von Marylin Anderegg, der Sprecherin der “Anwohner-Initiative” gegen die “Groß-Moschee” in Köln-Ehrenfeld: “Heute wird es Zeit, endlich einmal der Frau zu danken, die immer vorangegangen ist.” Anderegg, die bei der letzten Kommunalwahl für die “Republikaner” kandidierte, sitzt seit Oktober 2006 im Vorstand von “Pro Köln”. Die Wählervereinigung wird seit Jahren im NRW-Verfassungsschutzbericht unter der Rubrik “Rechtsextremismus” geführt. Herre findet das übertrieben: “Wir sind nicht so, dass wir Pro Köln in die rechtsextreme Ecke einstufen.” Personelle Verbindungen zu “Pro Köln” bestreitet Herre allerdings, alle PI-Autoren seien parteilos. “Ich sympathisiere nicht mit Pro Köln”, betont Herre. “Aber was die gegen die Kölner Moschee unternehmen, dass sollte man nicht unbeachtet lassen.”

PI stellt sich gerne als Opfer der “Mehrheitsmedien” dar. Als entschlossener Kämpfer für die Wahrheit in einer finsteren Zeit.
Ansonsten ist das einfach die Volldröhnung mit negativem über Muslime. Jährlich, monatlich, wöchentlich, täglich, stündlich. Las mentiras machacadas días y noche se volvieron verdades. Natürlich erzeugt dieser stete Tropfen rassistische Gefühle in seiner Leserschaft und ich find das persönlich alles andere als harmlos.
Und dann diese Bewunderung für diese Überlegenheitsgefühle direkt aus unserem dollen 19. Jhdt.
[keine links auf rassistenblogs, bitte!]
… als wir Afrikaner in Zoo-Gehegen ausgestellt haben und in China als Drogendealer agierten.