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“Israels falsche Freunde”

April 10, 2008

Henry Siegman, früherer Direktor des American Jewish Congress, hat in der heutigen Süddeutschen einen interessanten Artikel veröffentlicht, in dem unter anderem Folgendes zu lesen ist:

Es gibt keine realistische Perspektive für einen souveränen palästinensischen Staat. Und dies vor allem deshalb, weil die zahlreichen israelischen Regierungen von 1967 bis heute nie die Absicht hatten, einen solchen Staat Wirklichkeit werden zu lassen.

Große Worte, gelassen ausgesprochen. Henryk M Broder und Konsorten dürften spätestens jetzt die Messer wetzen…

Erstaunlich ist [...] dass die Völkergemeinschaft so tut, als nehme sie Israel die Behauptung ab, das Opfer zu sein, die von ihm besetzten Menschen aber die Aggressoren.

Ich höre die Kameraden schon “jüdischer Selbsthass” raunen…

[...]die Erwartung, unkritische Unterstützung werde zu einer größeren Bereitschaft Israels führen, für den Frieden Risiken auf sich zu nehmen, steht im Widerspruch zur Geschichte dieses Konflikts. Diese hat vielmehr gezeigt: Je kleiner der Widerspruch ist, den Israel von seinen Freunden im Westen erhält, desto kompromissloser wird sein Verhalten gegenüber den Palästinensern. Und genauso reagierte Premier Ehud Olmert auf die Erklärungen von Sarkozy und Merkel: Er kündigte neue Bauprojekte in Ostjerusalem an und genehmigte damit Wohnungsprojekte, die frühere Regierungen wegen ihrer negativen Wirkungen auf ein Friedensabkommen eingefroren hatten.

Jetzt jaulen sie, denunzieren den Mann aus vollen Rohren und schimpfen ihn einen Antisemiten. Wetten?

Update 14.04: LIZAS WELT schreibt hier ungefähr das, was ich erwartet habe. Allerdings wesentlich dümmlicher als ich erwartet hätte. Da muss sich die rechtszionistische Propaganda etwas mehr anstrengen, meine ich. Ich erlaubte mir übrigens einen Kommentar zum Geschreibsel des Bayernlutschers, der wohl kaum veröffentlicht werden dürfte:

“Schade. Dies wäre ein gelungener Beitrag gewesen, wenn sein Autor am Ende auch zur Climax gekommen wäre, sprich: ABGESPRITZT hätte. So aber bleibt das Geschriebene hohle Hirnwichse ohne Hand und… wie gesagt.
Weiter so, Jungens!”

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