
Archiv für die Kategorie ‘alltag’


Aus is’ Aust!
Februar 5, 2008Endlich ist dieser unerträgliche Softpornoredakteur abserviert! Es glimmt die Hoffnung, dass der SPIEGEL wieder das wird, was er einmal war: ein unabhängiges, kritisches und “im Zweifel linkes” Magazin.
Das obliegt den Nachfolgern des wirtschaftlich erfolgreichen Qualitätsminimierers. Zum Glück wurde der neoliberale Trottel Steingart bereits nach - wohin? - entsorgt.
PS: Ich hoffe, man entsorgt auch solche Dreckschleudern wie Broder. Den braucht kein Mensch. Oder vielleicht die WELT. Wobei sein Niveau am ehesten die BILD trifft. So als Nachfolger für den zirrhotischen Wagner kann ich mir das Schlappmaul schon vorstellen…

Die Antwort der neoliberalen Schwachmaten
Februar 4, 2008auf diesen Haushalt will ich gar nicht wissen. Beredt jedoch ist das Schweigen dieser Fraktion.
Mit Vergnügen stelle ich mir die helle Aufregung vor und die Ratlosigkeit an deutschen VWL-Stühlen (Lehre erspar ich mir da) herrscht ob der us-amerikanischen Politik, die nichts als Turbo-Keynes darstellt.
Aber: an den Ausreden wird schon gefeilt. In den muffigen Studierhinterzimmern Heidelbergs…. ![]()

3 strikes and you’re out
Januar 1, 2008In letzter Zeit gehen mir viele Dinge ziemlich am Allerwertesten vorbei.
Wenn zum Beispiel eine durch und durch korrupte, der pakistanischen Oligarchie angehörige Benazir Bhutto - der es um alles geht, aber nicht um die Demokratie in ihrem Land - vom pakistanischen Geheimdienst ISI abgeknallt wird, dann ist mir das, gelinde gesagt, scheißegal.
Ebenso egal ist mir im Grunde das Geheule von Multipreisträgern in deutschen Onlinepublikationen, die zwar vielleicht ein halbwegs treffendes Bild der Situation für den sensationsgeilen Leser hinbekommen, aber am Ende immer in der Beschreibung steckenbleiben und Alternativen zu entwickeln nicht in der Lage sind: da fehlt schlicht das Abstraktionsvermögen. Man hofft beinahe, dass 1. die Headline “Selbstmord aus Angst vor dem Tod” endlich Realität, 2. der Schreiberling endlich konstruktiv tätig oder er 3. endlich zur Waffe greifen und seine Vorstellungen von der Bekämpfung des Islam - der für ihn gleichbedeutend mit Islamismus ist - an ein paar Türken in Kreuzberg exekutieren möge. Um daraufhin als irrer Killer für immer im Knast zu verschwinden. /Ein schöner Beitrag dazu findet sich übrigens hier: http://www.bissige-liberale.com/2007/12/31/broder-nun-wieder)
Was mir nicht so sehr egal ist, sind die sich häufenden Berichte über gewalttätige Jugendliche, die Frust, Wut oder einfach nur überschüssige Kräfte an ihren Mitmenschen auslassen. Ich bin weit davon entfernt, die sofortige Abschiebung von straffällig gewordenen ausländischen Jugendlichen zu fordern wie es die Politiker von rechts tun. Ich bin der Meinung, dass unsere Gesetze vollkommen ausreichend sind, wenn sie denn zur Anwendung kommen und die Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die diese Gesetze bieten. Gegen eine Ergänzung der Gesetzeslage und der Praxis hätte ich jedoch nichts einzuwenden und die könnte so aussehen: Wird ein volljähriger ausländischer Staatsbürger zum ersten Mal straffällig, kriegt er Bewährung, wie üblich, nur, dass ihm unmissverständlich klar gemacht wird, dass weitere Verurteilungen gravierende Folgen haben werden, nämlich: Konsequent Knast bei der zweiten Straftat und - ja! - unwiderrufliche Ausweisung aus der BRD nach der dritten Straftat ohne Rückkehrrecht. Egal, ob die Person einen Bezug zum Heimatland hat oder nicht: 3 strikes and you’re out. Ich könnte mir vorstellen, dass das selbst der sozial depravierteste Heiopei kapiert.

Grotesk
Dezember 10, 2007Heute rief mich ein Freund an und erzählte mir, er sei letzten Freitag gekündigt worden. Naja, dachte ich mir, sowas passiert wohl jeden Tag in der Republik in jeder Branche.
Dann aber meinte er, seine Chefs hätten beinahe unter Tränen derart rumgejammert, wie Leid es Ihnen tue, wie sehr sie selbst unter der Kündigung litten und dass sie ihm selbstverständlich die gesetzliche Mindestabfindung zahlen wollten. Da habe er sich beinahe genötigt gesehen, Ihnen Trost zu spenden ob der Grausamkeit, die sie sich selbst gegenüber zu begehen bereit seien. Beinahe Kyoto oder wie das heißt.
Am Ende hätten sie sich bei ihm bedankt.
Naja. Er werde nun vors Arbeitsgericht ziehen, weil die Kündigung auf einem Luftschloss beruhe und werde seinen Arbeitgebern Minimum das Doppelte der gebotenen Abfindung abnehmen. Diesen Pharisäern.
Ich glaube, mein Freund hat gute Aussichten auf Erfolg. Zumal dieser Arbeitgeber für seine rüden Methoden beim entsprechenden Arbeitsgericht bereits bekannt zu sein scheint.

Milch, Butter, Getreide: Wer zockt?
Oktober 2, 2007Kollege balou beschäftigt sich mit Fragen, die von allgemeinem Interesse sein sollten, wie z.B. mit derjenigen, warum in letzter Zeit die Preise für Lebensmittel bei uns so sehr steigen: Seiner Ansicht nach liegt das an der “künstlichen Verknappung durch Spekulation oder regulierende Eingriffe z.B. des Staates.”

Sein Urteil: “Genau dieses ist im Bereich der Nahrungsproduktion der Fall.” (weiterlesen)

Blackwater Killer
September 18, 2007Update: Schon einen Tag später bestätigt uns Marc Pitzke unter der schönen Headline
“Huren des Krieges” unter Feuer
was wir gestern bereits mutmaßten: die irakische Regierung hat überhaupt keine Handhabe gegen die Gunslinger von Blackwater und Co. Die Hampelmänner haben faktisch nichts zu sagen im eigenen Land. Wie bereits gesehen bei der berüchtigten Order 81 und den Ölgesetzen…
Wie viele Kerben die Söldner im Irak bereits in die Kolben ihrer Waffen geschnitten haben, weiß man natürlich nicht. Aber seit gestern sind es acht mehr. Die irakische Marionetten-Regierung versucht derweil, Autorität zu zeigen, indem sie tönt, sie werde das Vorgehen der Firma nicht länger dulden. Gleichwohl wird Blackwater genügend Zeit gegeben, die Killer aus dem Irak abzuziehen, was den irakischen Ermittlungsbehörden den Zugriff auf die Banditen unmöglich macht.
Sauber.

Armer, alter Miersch
September 16, 2007Der neoliberale “second hand idea dealer“*… Read the rest of this entry ?

Vergesst Ralph Giordano!
September 6, 2007Der Mann scheint in seinem Furor antiislamicus nicht gerade altersweise, sondern eher leicht senil und den Realitäten dieses Rechtsstaats etwas entrückt. Darauf lassen zumindest seine Äußerungen schließen, die der Kölner Stadtanzeiger kommentiert hat. Schade um einen Mann, der jahrzehntelang große Autorität genoss, aber mittlerweile zu dem Teil der Denker gerechnet werden muss, der seinen intellektuellen Bankrott angesichts der Herausforderungen moderner Zeiten deutlicher und deutlicher erklärt und nicht mehr fähig ist, adäquate Antworten zu geben.


