Archiv für die Kategorie ‘iraq’
November 14, 2007
>Das FBI ist nach Informationen der “New York Times” zu dem Ergebnis gelangt, dass die tödlichen Schüsse von Blackwater-Wachleuten in Bagdad in mindestens 14 der 17 Todesfälle nicht gerechtfertigt waren.<
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Oktober 2, 2007
So sieht die Privatisierung des Krieges aus. Hayek würde vermutlich jubeln:

Bildquelle: Die ZEIT, 40/2007
Der Skandal um die Killer der US-Firma Blackwater scheint sich auszuweiten. So berichtet die Süddeutsche, dass die Gunslinger unter anderem
an beinahe 200 Schießereien in den vergangenen drei Jahren beteiligt gewesen sein. Dabei sollen in den meisten Fällen die Söldner das Feuer eröffnet haben, häufig auf Fahrzeugen heraus geschossen haben - und Tatorte verlassen haben, ohne sich um [Tote] und Verwundete zu kümmern”.
Dennoch wird Blackwater von der US-Regierung nicht nur gedeckt, sondern weiter im Geschäft gehalten. Der Grund dafür, dürfte ein ganz einfacher sein, nämlich die
engen Verbindungen zwischen Blackwater und der Bush-Regierung. So seien enge Verwandte von Blackwatervorstand Prince
- Spross einer steinreichen, stramm rechtskonservativen christlichen Familie -
große Geldgeber von Präsident George W. Bush ebenso wie seines Vorgängers George H.W. Bush gewesen.
Es ist also ein einträgliches Geschäft auf der Basis von Gegenseitigkeit: Die Killerfirma Blackwater kauft sich US-Präsidenten ihrer Wahl, die sich wiederum durch Milliarden schwere Staatsaufträge revanchieren. Der Dumme am Ende - derzeit - das irakische Kind, die irakische Frau, der irakische Mann, der zur falschen Zeit am falschen Ort steht und dafür mit seinem Leben bezahlt und - demgegenüber beinahe zu vernachlässigen - der amerikanische Steuerzahler, der das Geld aufbringen muss, die Killer zu bezahlen.
Gälte gleiches (Kriegs-)Recht für alle, die irakische Regierung erklärte die Killer verdeckt zu Vogelfreien, die immer und überall straflos getötet werden dürften, so wie
die contractors [Euphemismus für die Killer] eine De-facto-Immunität genießen, denn die irakischen Behörden dürfen sie nicht verfolgen. Der erste Gouverneur des Iraks, Paul L. Bremer, hat es ihnen durch die Order 17 untersagt. (Die ZEIT, 40/2007)
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September 27, 2007
Mir haben die Typen Leid getan, die ich heute abend in der ARD-Reportage“Welcome to Landstuhl” gesehen habe. Dabei hat man wohl aus Gründen der Rücksichtnahme nur solche gezeigt, die relativ glimpflich davon gekommen sind. Nur in kurzen Einstellungen wurden Soldaten gezeigt, denen das Bein weggeschossen wurde oder die einen Kopfschuss gekriegt hatten und für die der Krieg definitiv vorbei war.
Der Rest äußerte sich vor der Kamera dahingehend, dass sie wieder “in den Einsatz” wollten, sprich: in den Irak. Ein Kaplan meinte seelsorgerisch, sie hätten eine Mission, die sie vollenden müssten, sonst würden sie sich fühlen wie Verräter oder als hätten sie ein Versprechen gebrochen. Diese Jungs sind so auseinander genommen und wieder zusammengesetzt worden, dass sie nichts anderes als den Krieg kennen und nicht mehr sehen können, für wen sie eigentlich ihren Arsch hinhalten. Leider handelt es sich dabei weder um ihre Familie, ihr Land, die Demokratie oder die Freiheit.
Mr. Bush junior hat ganze Arbeit geleistet: Mehr als 3600 tote “Government Issues” bisher und dazu mehr als 25000 verletzte.
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September 25, 2007


Wuterich - der Kindermörder
In Haditha waren’s 24 Männer, Frauen und Kinder, die von durchgeknallten US-Rambos massakriert wurden, am Bagdader Nisoor-Square metzelten die Blackwaterkiller 28 Menschen hin und heute erfahren wir, dass die Sniper der US-Armee eine ganz neue Taktik anwenden: sie legen Waffen aus und wenn ein Iraker sie aufhebt, wird er abgeknallt.
Vollkommen vertiert, diese Mörderbande.
via
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September 22, 2007
Es ist erschütternd. Zwar variiert die Zahl der Opfer der Blackwater-Killer erheblich, aber eines ist klar: Es war ein Massaker, das die “Huren des Krieges” am Nisoor Square in al-Mansour angerichtet haben und sie dürften weit mehr als 8 neue Kerben in ihre Gewehrkolben schneiden.
Der britische Independent zeichnet das Ereignis (“The real story of Baghdad’s Bloody Sunday”) in bedrückender Eindringlichkeit nach und zitiert Augenzeugen, die selbst angeschossen wurden und gesehen haben, wie Männer, Frauen und Kinder einfach niedergemäht wurden. Garbe um Garbe. Auslöser sei eine entfernte, gleichwohl laute Bombenexploision gewesen und ein Kleinwagen, besetzt mit zwei Erwachsenen und einem Kind, der sich nicht schnell genug vom Konvoi der Amerikaner entfernte, bzw nicht stoppte. Er wurde als erstes beschossen. Frau und Kind starben in dem brennenden Fahrzeug. Ein Augenzeuge berichtet, er sein hinter dem Konvoi - bestehend aus 4 SUV mit je zwei US-Zivilisten - gefahren, als dieser stoppte und Zivilisten ihm bedeuteten, zu verschwinden. Er habe seinen Wagen gewendet und sei losgefahren um von dort wegzukommen. Nach 30 Metern wurde das Feuer auf ihn eröffnet, er selbst wurde viermal in den Rücken und einmal in den Arm geschossen. Sein Wagen wurde von weiteren 12 Kugeln getroffen.
Die Darstellungen von Blackwater - Autobombe direkt am Nisoor Square, Sniperbeschuss, sind dagegen nicht geschönt oder vorteilhaft, sondern einfach erstunken und erlogen. Trotzdem beeilt sich Condoleezza Rice, die Firma zu loben, die eigene Leute verloren habe um ihre Leute zu schützen. Pervers.
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September 18, 2007
Update: Schon einen Tag später bestätigt uns Marc Pitzke unter der schönen Headline
was wir gestern bereits mutmaßten: die irakische Regierung hat überhaupt keine Handhabe gegen die Gunslinger von Blackwater und Co. Die Hampelmänner haben faktisch nichts zu sagen im eigenen Land. Wie bereits gesehen bei der berüchtigten Order 81 und den Ölgesetzen…
Wie viele Kerben die Söldner im Irak bereits in die Kolben ihrer Waffen geschnitten haben, weiß man natürlich nicht. Aber seit gestern sind es acht mehr. Die irakische Marionetten-Regierung versucht derweil, Autorität zu zeigen, indem sie tönt, sie werde das Vorgehen der Firma nicht länger dulden. Gleichwohl wird Blackwater genügend Zeit gegeben, die Killer aus dem Irak abzuziehen, was den irakischen Ermittlungsbehörden den Zugriff auf die Banditen unmöglich macht.
Sauber.
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August 7, 2007
“Wer sich als Zivilist zur falschen Zeit am falschen Ort aufhält, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Durchsuchte Häuser werden geplündert und verwüstet, männliche Bewohner bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt und Frauen vergewaltigt, GIs strecken Autofahrer nieder, die an Kontrollpunkten die weiße Linie um einen Meter überfahren, ein Panzer walzt einen Kleinlaster nieder, weil sich ein Sergeant über die Insassen ärgerte – und seine Kameraden johlen vor Vergnügen. Ein siebenjähriges Mädchen wird mit einem Kopfschuss niedergestreckt: Die Kleine wollte einem amerikanischen Wachposten, der ihr tags zuvor seine Essensration überlassen hatte, frisch gebackenes Brot bringen. Vier Männer werden auf Verdacht beschossen, der Kugelhagel reißt ihnen die Köpfe ab, Soldaten spielen anschließend damit Fußball.”
ausschnitt aus bernd greiners rezension des buchs von joshua key: “Ich bin ein Deserteur. Mein Leben als Soldat im Irakkrieg und meine Flucht aus der Armee.”
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August 6, 2007
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April 18, 2007
“Der Irak wurde in drei Sektoren aufgeteilt: Super, Normal und Diesel.”
hagen rether
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April 12, 2007
immer doller treiben sie’s da unten und heute hat sich gezeigt, dass nicht mal mehr die grüne zone sicher ist. der angriff auf die brücke zeigt, dass der terror nun nicht mehr allein auf menschen zielt, sondern auch auf das bisschen infrastruktur, das dort noch vorhanden ist. ziel dürfte sein, den irakern das leben so unerträglich zu machen, dass der druck auf die irakische regierung wie auf die us-streitkräfte in richtung abzug wächst. wenn’s die amis nicht selber machen: “we had to destroy the city in order to save it.”
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