Archiv für die Kategorie ‘medien’
April 4, 2008
und keiner guckt zu.
(c) Süddeutsche Zeitung
Trotz Tibet, anhaltender Menschenrechtsverletzungen in China und der Verurteilung kritischer Intellektueller zu jahrelangen Haftstrafen sieht es nicht so aus, als wollte der “Westen” die Olympiade boykottieren. Stattdessen sondert man Appelle und Ermahnungen Richtung Peking ab, die die dortigen Machthaber kaum ein Schulterzucken Wert sein dürften, denn dort weiß man genau, dass dem “Westen” florierende Geschäfte im Reich der Mitte wichtiger sind als ein paar Hundert ermordete Tibeter, Ujguren und andere Angehörige von Minderheiten oder solche, die mehr Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte fordern. So weit, so schlecht.
Wo unsere Regierungen und unsere Wirtschaft versagen, bleibt uns, den Bürgern, ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel übrig, unseren Unmut über dieses Verhalten und die chinesische Regierung zum Ausdruck zu bringen: der Fernsehboykott. Klingt banal, ist es auch, aber: Rauschen die Einschaltquoten in den Keller, gehen die Werbepreise mit. Und wenn die Fernsehmacher ihre Produktionskosten nicht refinanzieren können, tun sie das, was wirtschaftlich sinnvoll ist: sie schalten ab.
Auch das ist natürlich ein frommer Wunsch, aber: Ich werde mir keine Sekunde Olympia in der Glotze antun und ich hoffe, dass viele andere es ebenso halten werden.
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Dezember 13, 2007
den ich bisher gelesen habe, steht heute in der Washington Post. Sehr schön geschrieben, drückt er die Gefühle all der 40er bis Mittvierziger aus, die ihre Jugend mit dieser großen Rockband verbracht haben.
Der schlechteste, weil vollkommen ahnungslose Artikel findet sich übrigens in der taz. Verfasst von einem politisch hyperkorrekten, ‘71 geborenen Psychologen. Mehr muss man wohl nicht dazu sagen.
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November 26, 2007
Hach wie schön, dass er sich mal wieder echauffiert, jener abgebrochene Jurist und Volkswirt, der sich seit seiner Tätigkeit beim Bums- und Tittenblatt „St. Pauli Nachrichten“ Publizist und Journalist nennt und meint, zu irgendeiner „Elite“ zu gehören. Um welche Elite es sich dabei handelt, ist nicht so klar, aber irgendeine wird es schon sein. Vielleicht diejenige, zu der auch der Schulabbrecher und Ex-DJ Mark Steyn gehören will? Oder der abgebrochene Romanist und Historiker Burkhard Müller-Sowieso? Ist auch völlig egal.
Den Kulturkritiker mit großer Geste braucht er jedenfalls nicht zu geben. Dazu ist er zu eindimensional, sein Neid auf den wirtschaftlichen Erfolg eines anderen lugt ihm zu deutlich aus den Knopflöchern und vor allem ist er eins: ein kleinerer Geist als der, für den er gehalten wird.
PS: Ich mag Mario Barth auch nicht.
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November 15, 2007
2008 is’ Feierabend für den Pornojournalisten und Herrenreiter beim SPIEGEL. Sagt die WELT. Dumm g’laufen, was? Mal sehen was deeeer Heerrrr Schteingarrt jetz in Waschington veranschtalten tut. Der Schwachmat.
*bruuhahahaha*
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November 4, 2007
Broder?
Erst gestern freut er sich, dass wieder “Leben in die Sülze” käme und eröffnet auch seinen heuteigen Text zum Interview Mahler/Friedman in Vanity Fair, das ihm ideologisch näher steht als vielleicht manchmal SpOn und dann empört er sich, wie Friedman das nur tun kann. Scheinbar ist es nicht weit her mit Broders Willen zur klaren Sprache und zur politischen Unkorrektheit. Zumindest, so lange es nicht er ist, der Tabus bricht. Kollegialer Neid eines Zukurzgekommenen, der sich mit Z-Promirechten im Internet begnügen muss, würd’ ich mal sagen.
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Oktober 18, 2007
Das Urteil von Eckhard Fuhr in der gestrigen WELT zur Stellung Grass’ in der BRD wird den Broders, M&Ms, Müllerhirschs, und ihren Schleimspurkriechern nicht gefallen. Denn genau über sie, die sich letztes Jahr nicht entblödeten, den Namen des Schriftstellers wochenlang mit Doppel-Groß-„S“ und ihn damit in den braunen Sumpf zu schreiben, sagt er:
Heute schreckt der Alte die Bürgerkinder des liberal-urbanen Justemilieu. Er erinnert sie daran, wie weit entfernt sie von wirklicher Bürgerlichkeit sind. [...] Sie wollen den Alten endlich loswerden. In den Medien verfügen sie über starke Stimmen. Die Skandalisierung seiner späten Mitteilung, dass er am Ende des Krieges, wie viele seiner Jahrgangsgenossen, zu einer Einheit der Waffen-SS eingezogen worden sei, war der Versuch, Grass als immer noch (über-)mächtige literarische und politische Figur vom Sockel zu stürzen. Die mediale Erregung war gewaltig, zeigte aber vor allem, wie stark Grass die Gefühle der Nation anspricht, wie sehr er bei aller Polarisierung ein, wenn nicht der deutsche Nationaldichter ist. Jedenfalls nimmt er einen Rang ein, den kein Schriftsteller der nachfolgenden Generationen für sich beanspruchen kann oder für sich wird beanspruchen können.
Das ist wahr – und die Mondanheuler wissen es: Weit und breit ist niemand vom Format eines Grass in Sicht. Was sich heute zur Elite der Kulturschaffenden zählt, insbesondere im politischen Feuilleton, kann einem zu 80% nur grausen: Da sind neoliberale „second hand idea dealers“, rechts gewendete Maoisten, enttäuschte Honeckeristen, Ex-Grüne auf Industriegehaltslisten und islamophobe Antisemitismussirenen unterwegs, die auf alles eindreschen, was links geblieben ist und nicht Bush und/oder dem Kapital in den Arsch kriecht, wie sie selbst es seit langem tun.
Was hätte der famose Kleinkünstler Matthias Beltz wohl dazu gesagt?
„Parmesan und Partisan/wo sind sie geblieben/Parmesan und Partisan/alles wird zerrieben“.
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Oktober 17, 2007

(http://www.welt. de/politik/article1274063/Bush_warnt_vor_Drittem_Weltkrieg.html)
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Oktober 15, 2007
aber wie groß muss die Angst vor Al Gore und seinen Botschaften sein, wenn seit Freitag, 11:01 Uhr 29(! in Worten: neunundzwanzig!) Artikel über den diesjährigen Friedensnobelpreisträger auf WELT online erscheinen? (Zum Vergleich: Auf SpOn erschinen im gleichen Zeitraum 4 Artikel)
Den bisherigen Tiefpunkt dieser Kampagne stellt der vollkommen unqualifizierte Sch*** des Hannes Stein dar, der sich nicht entblödet, Gore als Strom fressenden Roboter vorzustellen. Ihm eine Entmenschlichungsstrategie zu unterstellen geht vielleicht zu weit, aber: Journalismus ist das keiner mehr. (Und jetzt weint er: http://www.achgut. com/dadgdx/index.php/dadgd/article/typisch_deutsch/)
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