Archiv für die Kategorie ‘neues aus pornheim’
Oktober 11, 2007
Auf der braunen Bremsspur der Eva Herman suchen sich noch ganz andere Typen zu profilieren als nur unbedeutende Medienexperten, Psychiater, Psychologen und andere mehr oder weniger berufene Fachleute. So z.B. Dieter Stein, Chefredakteur der von so manchem Liberallala gelobten Kampfschrift der Neuen Rechten, Junge Freiheit. Er ist sich nicht zu blöde, von Springerchef Döpfner die Entlassung des “schlimmsten Hetzers unter deutschen Journalisten”, Kai Diekmann zu fordern. Dabei weiß er nur zu gut, dass KD genau das tut, was sein Job ist: Sich mit seinen Opfern auf dem Boulevard in der Gülle wälzen und das aufgegeilte Publikum zusehen lassen.

Daher, Stein, der Du einst aus Freiburg flüchten musstest, weil man Dein rechtsradikales Schmierblatt nicht länger leiden mochte: 6, setzen.
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Oktober 4, 2007
Im Gegensatz zu den Schmalspurjournalisten vom SPIEGEL wie Carsten Volkery, der dem Bundeshotte sozialdemokratische Tendenzen unterstellt, erkennt Uwe Jean Heuser von der ZEIT die Verlogenheit in der Rede des Bundespräsidenten und schreibt in der Printausgabe des “ostdeutschen Junkerblattes” (Don Alphonso):
Köhler hat recht
[...] Der Bundespräsident hat einfach recht, wenn er in seiner neuerlichen Berliner Rede die Globalisierung verteidigt. [...] Der Aufstieg der einen dürfe nicht der Abstieg der anderen sein, erklärt Köhler. Und wer frohlockt, das sei eine Wende nach links, hat bisher weder den Präsidenten, noch die Idee des Förderns und Forderns verstanden.
Genauso wie die neoliberale Gesäßöffnung der altehrwürdigen SPD Müntefering (ist der eigentlich katholisch? Wäre für einen Sauerländer normal), erklärt, er mache “Politik für die Enkel”, - hallo!? wir leben im Diesseits! - will Köhler die Menschen nicht fördern, sondern nur: fordern, zwingen und derengeln.
Prima. Der Evangelische Schlesier braucht jetzt nur noch lutheranischen Antisemitismus zu bringen und wir sind wieder so weit.
Einst wird also ein Spezialdemokrat ausrufen:
Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Ich kenne keine Parteien mehr, nur noch markthörige Idioten!
Prost.
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Oktober 4, 2007
Update 16:15: Jörg Lau von der ZEIT zu GaGa G.:
Kriegserklärung? Landnahme? Jawohl, er hat es gesagt. Das ist eine neue Eskalationsstufe des Streits. Wenn diese extreme Rhetorik benutzt wird, um gegen ein Moscheebauprojekt zu protestieren, dann ist zwischen einem Al-Kaida-Bekennerschreiben und einem Bauantrag der Ditib nicht mehr zu unterscheiden.
Wer hier eine Moschee baut, erklärt uns damit den Krieg? Dann ist ja wohl Notwehr geboten, dann müssen und dürfen wir zurückschlagen aus Selbstverteidigung.
Es ist nicht nötig, Ralph Giordano in eine “Ecke” zu stellen. Er besorgt das ganz alleine. Es ist traurig und peinlich, ihm dabei zuzusehen.
Dieses Interview ist eine geistige Bankrotterklärung [...]
Nein, es genügt nicht mehr, die Bauvorhaben der islamischen Community als “Groß-Moscheen” zu bezeichnen. Heute muss es schon die “Giga-Moschee” sein, die eine “Landnahme auf fremdem Territorium”, mehr noch: eine “Kriegserklärung” darstellt.
Wir wollen Herrn Giordano in seiner Gigantomanie unterstüzten und liefern ihm schonmal die Wortmüllmunition für seine grenzdebilen Ausfälle der nächsten Wochen: Tera-Moschee, Peta-Gebetshaus, Exa-Bedrohung, Zetta-Gefahr und Yotta-Intoleranz. Damit müsste er eine Weile hinkommen, der Nano-Intellektuelle.
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Oktober 2, 2007
So sieht die Privatisierung des Krieges aus. Hayek würde vermutlich jubeln:

Bildquelle: Die ZEIT, 40/2007
Der Skandal um die Killer der US-Firma Blackwater scheint sich auszuweiten. So berichtet die Süddeutsche, dass die Gunslinger unter anderem
an beinahe 200 Schießereien in den vergangenen drei Jahren beteiligt gewesen sein. Dabei sollen in den meisten Fällen die Söldner das Feuer eröffnet haben, häufig auf Fahrzeugen heraus geschossen haben - und Tatorte verlassen haben, ohne sich um [Tote] und Verwundete zu kümmern”.
Dennoch wird Blackwater von der US-Regierung nicht nur gedeckt, sondern weiter im Geschäft gehalten. Der Grund dafür, dürfte ein ganz einfacher sein, nämlich die
engen Verbindungen zwischen Blackwater und der Bush-Regierung. So seien enge Verwandte von Blackwatervorstand Prince
- Spross einer steinreichen, stramm rechtskonservativen christlichen Familie -
große Geldgeber von Präsident George W. Bush ebenso wie seines Vorgängers George H.W. Bush gewesen.
Es ist also ein einträgliches Geschäft auf der Basis von Gegenseitigkeit: Die Killerfirma Blackwater kauft sich US-Präsidenten ihrer Wahl, die sich wiederum durch Milliarden schwere Staatsaufträge revanchieren. Der Dumme am Ende - derzeit - das irakische Kind, die irakische Frau, der irakische Mann, der zur falschen Zeit am falschen Ort steht und dafür mit seinem Leben bezahlt und - demgegenüber beinahe zu vernachlässigen - der amerikanische Steuerzahler, der das Geld aufbringen muss, die Killer zu bezahlen.
Gälte gleiches (Kriegs-)Recht für alle, die irakische Regierung erklärte die Killer verdeckt zu Vogelfreien, die immer und überall straflos getötet werden dürften, so wie
die contractors [Euphemismus für die Killer] eine De-facto-Immunität genießen, denn die irakischen Behörden dürfen sie nicht verfolgen. Der erste Gouverneur des Iraks, Paul L. Bremer, hat es ihnen durch die Order 17 untersagt. (Die ZEIT, 40/2007)
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September 28, 2007
Gestern wurde “Law&Order”-Kanther wegen Untreue zu Lasten der CDU zu 54000 euro Geldstrafe verurteilt. Damit ist die erstinstanzliche Entscheidung - 18 Monate Haft auf Bewährung plus Geldstrafe - vom Tisch und ganz nebenbei behält der Herr sämtliche Pensionsansprüche, die er bei Aufrechterhaltung der Bewährungsstrafe verloren hätte*.
Man sieht: Wenn einer nur weit genug oben in der Hierarchie des Staates steht, kann er über Jahrzehnte lügen und betrügen, sich am Ende sogar die widerlichsten Verscheleierungsversuche für seine kriminellen Handlungen einfallen lassen und wird trotzdem von der Justiz mit Glacéhandschuhen angefasst. Die 54000 Euronen zahlt sein Netzwerk aus der Portokasse.
Das macht sich gut im Vergleich zu einem HartzIV-Empfänger, der 30 Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, sich sein Leben lang nichts zu Schulden kommen ließ und nach einem Jahr mit 345 Oios auskommen muss, nicht wahr?
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September 28, 2007
Hingerichtet vor laufenden Kameras.

R.I.P
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September 27, 2007
Die Situation in Burma eskaliert. Nach Medienberichten sind heute 9 Menschen auf den Straßen von Rangun vom Militär ermordet worden. Wieder einmal erweisen sich die UN als zahnloser Tiger. Eine Schande für die westliche Welt, Russland und China, vor dem man aus wirtschaftlichen Interessen feige den Schwanz einkneift.
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September 27, 2007
Mir haben die Typen Leid getan, die ich heute abend in der ARD-Reportage“Welcome to Landstuhl” gesehen habe. Dabei hat man wohl aus Gründen der Rücksichtnahme nur solche gezeigt, die relativ glimpflich davon gekommen sind. Nur in kurzen Einstellungen wurden Soldaten gezeigt, denen das Bein weggeschossen wurde oder die einen Kopfschuss gekriegt hatten und für die der Krieg definitiv vorbei war.
Der Rest äußerte sich vor der Kamera dahingehend, dass sie wieder “in den Einsatz” wollten, sprich: in den Irak. Ein Kaplan meinte seelsorgerisch, sie hätten eine Mission, die sie vollenden müssten, sonst würden sie sich fühlen wie Verräter oder als hätten sie ein Versprechen gebrochen. Diese Jungs sind so auseinander genommen und wieder zusammengesetzt worden, dass sie nichts anderes als den Krieg kennen und nicht mehr sehen können, für wen sie eigentlich ihren Arsch hinhalten. Leider handelt es sich dabei weder um ihre Familie, ihr Land, die Demokratie oder die Freiheit.
Mr. Bush junior hat ganze Arbeit geleistet: Mehr als 3600 tote “Government Issues” bisher und dazu mehr als 25000 verletzte.
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September 26, 2007
Die Militärmachthaber in Burma lassen auf Mönche und Zivilisten in Rangun schießen. Der UN-Sicherheitsrat beruft eine Dringlichkeitssitzung ein. Herauskommen wird dabei wenig bis nichts. Der einzige Verbündete, den die Schlächter haben, ist China. Die werden ihre Vasallen zu schützen suchen. Aber sie stecken selbst in einem Dilemma: Nächstes Jahr sollen die Olympischen Spiele in Peking statt finden. Kann man sich da ein Massaker in Burma leisten? Vielleicht ist die Besorgnis der Chinesen um den eigenen Ruf der einzige Hoffnungsschimmer für das bedrängte burmesische Volk…
Aber um die guten wirtschaftlichen Beziehungen braucht man sich keine Sorgen zu machen, wie morgen, übermorgen oder nächste Woche der Sprecher von Siemens oder irgendeinem anderen Profiteur verlautbaren lassen wird.
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