Zwar nur ein ganz klein wenig davon, aber immerhin recht(s) unterhaltsam:

Zwar nur ein ganz klein wenig davon, aber immerhin recht(s) unterhaltsam:

[...] Broder stinkt nur noch rum. Kritiker sind für ihn schnell «Hobby-Antisemiten, Judenreferenten und alternative Sesselpupser». Die «tageszeitung» bezeichnet er «Kinderstürmer aus Kreuzberg». Broder jedoch war es, der sich im August 2005 auf einem «Pro-westlichen Heimatabend» mit Konsorten des rechten Internetforums «Politically Incorrect» traf. Inzwischen hat er sich zwar von dieser paranoiden Verbindung distanziert; in seinem «Spiegel»-Beitrag «Wehe, wen der Muezzin stört» entwirft er allerdings seine Schreckensvision einer islamischen Weltherrschaft im Jahre 2067. Fast ist man geneigt, ihm beizupflichten: Wer will schon fünf Mal täglich den Muezzin rufen hören, wo schon die Kirchenglocken bei ungünstigen Windverhältnissen allzu laut donnern.
Während Broder mit allen publizistischen Bandagen der Diskriminierung kämpft, ist Niggemeier in seinem Privat-Blog eher ein «Medium», da er in die nüchternen Sachberichte nur hin und wieder Spitzen einstreut wie: «An manchen Stellen wird der vielfache Zirkelschluss so überzeugend, dass ich wetten würde, dass Broder selbst am Ende die Dinge glauben würde, die er selbst erfunden hätte.»
Broder hat eine bedauerliche Wandlung vom großmäuligen Stilisten zum ressentimentgesteuerten Ätzer durchgemacht. Statt klarer Gedanken sind es primitive Reflexe, die in beinah jedem seiner Sätze gegen ihn verwendet werden können. Seine Spezialdisziplin ist der hinkende Vergleich: «Wenn alle Menschen zur gleichen Zeit in ihre Autos steigen würden, käme der Verkehr zum totalen Stillstand.» So wetterte Broder im «Tagesspiegel» gegen die Demokratisierung durch das Internet, da die Teilnahme potentiell Aller an der Meinungsbildung insgesamt «doof» mache. Dabei hat sich Broder selbst vor kurzem im «Spiegel» zum Dieter-Bohlen-Fürsprecher promoviert. Das unterbietet sogar noch das Niveau, auf das er ohnehin schon abgestürzt ist.
Es hat etwas Vergebliches. Ein älterer Mann will fortwährend provozieren und mischt doch nur Mediendreck auf.
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Dieser Versager, von dem niemand mehr etwas wissen wollte, der sich schon nach Israel verpisst hatte - wo noch weniger Leute was von ihm wissen wollten - geriert sich heute als der große Warner vor der “islamischen Invasion Europas”. Er, der Exlinke und wiedergeborene Westler (Erweckungserlebnis 11.09.2001) schrei(b)t gegen alles an, was im politischen und gesellschaftlichen Diskurs einigermaßen vernünftig daher kommt. Und es lohnt sich für den NEURECHTEN: Das Schleimmaul Markwort erkennt ihm einen Preis zu, die schwarzbraune Stadt Aalen erkennt ihm einen Preis zu. Was will er also mehr?
Noch mehr Geld.
Ihm geht es nicht um Antisemitismus. Ihm geht es nicht um Islamismus. Ihm geht es nicht um Terror. Ihm geht es um seine lächerliche Existenz. Und er hat seine Marktlücke erkannt.
Dieser ekelhafte alte Mann.

Der Film von Wilders reiht sich nahtlos in die Serie von Schmutz- und Propagandafilmen ein, die seit Erfindung des Mediums hergestellt wurden, um Minderheiten zu stigmatisieren und dem blöden Volk einen Sündenbock zu geben. Wilders darf sich stolz einen Spießgesellen Veit Harlans nennen.
Update: So, 24 Stunden nachdem man den Film online gesetzt hat, wird er nun tränenreich zurückgezogen und naßforsch behauptet, die Mitarbeiter von LiveLeak (ist das eigentlich ein Pornokanal?) würden bedroht. HaHa. Eine dümmere PR-Masche kann man sich kaum ausdenken. Aber: Es gibt auch Trottel, die auf diesen Scheiß reinfallen, wie zum Beispiel ihn hier. Naja.

und auch noch schlecht geschrieben. Wie sich’s gehört. ![]()

Spitzenkandidat Koch verliert mehr als 10%!
Luja!

Und besonders nett, die ewiggestrigen Omis und Opis, die sich in der Mitte des Beitrags äußern…

Der Herr schafft es immer wieder, Maßstäbe zu setzen. Nach unten. Den Rechten und den Wirtschaftsradikalen mag es gefallen, wie der Mann im Kampf um sein politisches Überleben zu Werke geht, zumal sich die FDP Chancen auf eine neuerliche Regierungsbeteiligung in Hessen ausrechnen darf. Jeder andre wird sich angeekelt abwenden von diesem widerlichen Menschen, dessen Charakter so hässlich ist wie sein Gesicht. Wenn nicht noch hässlicher.

Ein interessanter Artikel in der aktuellen Zeit von Micha Brumlik zeigt, wie die Rechte die Unterschichten gegen Minderheiten mobilisiert:
Angst vor der Jugend
Von Micha Brumlik
Der populistische Ruf nach “Erziehungscamps” offenbart die autoritären Sehnsüchte einer verunsicherten Gesellschaft
[...]
Der hessische Ministerpräsident Koch hat im Unterschied zu seinen Kollegen aus Hamburg und Niedersachsen klar erkannt, dass er sich eine neue Mehrheit weder unter den abhängig Beschäftigten noch unter dem mit der hessischen Bildungs- und Umweltpolitik höchst unzufriedenen Bürgertum beschaffen kann. Der mit dem Thema Jugendkriminalität eröffnete Wahlkampf ist daher auch – anders als es die CDU sonst so liebt – kein »Kampf um die Mitte«, sondern ein Kampf um die Stimmen der Unterschicht.
[...]
Der Assoziationshof des Begriffs »Erziehungscamp«, das von der Sache her nicht mehr sein kann als eine andere Form des Jugendstrafvollzugs, ist ausgesprochen weiträumig. Zu Deutsch heißt camp ja nichts anderes als »Lager«. Der Assoziationshof des Begriffs reicht vom »Ferien-« über das sportliche »Trainings« bis hin zum »Arbeits-« oder »Konzentrationslager«. Lager sind – wie der Philosoph Giorgio Agamben gezeigt hat – eingegrenzte Räume des Ausschlusses, Zonen, die zwar durch das Recht konstituiert, aber in ihrem Inneren dem Recht nicht unterworfen sind. Damit kein Missverständnis entsteht: Es geht nicht darum, irgendjemandem vorzuwerfen, er wolle Jugend-KZs, die es in der NS-Zeit tatsächlich gab, einrichten. Wohl aber geht es darum, zu zeigen, welche sonst zensierten Ordnungswünsche mit derlei Begriffen provoziert werden können.
Dass bei Kochs Kampagne ein kulturalistisch verbrämter Rassismus im Spiel ist, hatte sich schon bei ihrem Auftakt gezeigt – in seinen polemischen Garnierungen, vor allem seiner Kritik an gewissen »hierzulande nicht üblichen Formen der Müllentsorgung« oder seinen Bemerkungen zur »Hausschlachtung«, die mit dem Thema Sicherheit in der U-Bahn nicht das Mindeste zu tun haben.
[...]
In dem Maße, wie die ernst zu nehmende kriminologische, sozialpädagogische und juristische Zunft von exzellenten Wissenschaftlern wie den Kriminologen Christian Pfeiffer und Joachim Kersten sowie dem Psychologen Michael Hock bis zu Anwaltsvereinen und dem deutschen Richterbund die CDU-Vorschläge begründet zurückweist, verstärkt die Bild-Zeitung ihre Kampagne. Während in der Ausgabe vom 4. Januar der Kolumnist Franz Josef Wagner anlässlich des Vorwahlsieges von Barack Obama auf Seite zwei Rassismus in Reinkultur absondert – Obamas »Großmutter lebt 80-jährig in einem Kral in Kenia. Sie weiß nicht, wie man mit Messer und Gabel isst« –, feiert das Blatt auf Seite eins »Deutschlands mutigsten Staatsanwalt«.
[...]
Der aktuelle Vorstoß Kochs, auch unter 14-Jährige in den Knast stecken zu wollen, ist nur noch logische Konsequenz und steht in bester NAzitradition.

Dominik Reinle hat sich die Mühe gemacht, das Pi vom Herre mal genauer zu untersuchen. Herausgekommen ist ein ganz interessanter, zweiteiliger Artikel, informativ für Leute, die dem Herre sein Pi noch nicht so gut kennen und die Typen bisher für Weirdos hielten und nicht für politische Extremisten:
Auch wenn sich Stefan Herre von NPD und Antisemitismus distanziert, scheint er sich im rechten politischen Spektrum wohl zu fühlen. Im Juli 2007 gab er der Wochenzeitung “Junge Freiheit”(JF)1 ein Interview und wird dort in der Autorenliste geführt. Die JF gilt Kritikern als Organ der “Neuen Rechten”, die im NRW-Verfassungsschutzbericht 2003 einer Strömung innerhalb des Rechtsextremismus zugerechnet wird. Herre hat damit kein Problem, aus seiner Sicht steht die Zeitung “im konservativen Lager”. Er selbst bezeichnet sich ebenfalls als konservativ. “Ich finde es ungerecht, in diesem Bereich Berührungsängste haben zu müssen. Die auf der linken Seite, bei der Ex-SED-Partei, die dürfen alles.”
Modell der Architekten Gottfried und Paul Böhm für die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld; Rechte: dpaBild vergrößernUmstritten: Moschee-Bau in Köln-Ehrenfeld
Bereits im Juni 2007 lobte PI die Arbeit von Marylin Anderegg, der Sprecherin der “Anwohner-Initiative” gegen die “Groß-Moschee” in Köln-Ehrenfeld: “Heute wird es Zeit, endlich einmal der Frau zu danken, die immer vorangegangen ist.” Anderegg, die bei der letzten Kommunalwahl für die “Republikaner” kandidierte, sitzt seit Oktober 2006 im Vorstand von “Pro Köln”. Die Wählervereinigung wird seit Jahren im NRW-Verfassungsschutzbericht unter der Rubrik “Rechtsextremismus” geführt. Herre findet das übertrieben: “Wir sind nicht so, dass wir Pro Köln in die rechtsextreme Ecke einstufen.” Personelle Verbindungen zu “Pro Köln” bestreitet Herre allerdings, alle PI-Autoren seien parteilos. “Ich sympathisiere nicht mit Pro Köln”, betont Herre. “Aber was die gegen die Kölner Moschee unternehmen, dass sollte man nicht unbeachtet lassen.”